Besuch der Alevitischen Gemeinde Berlin

Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Katrin Göring-Eckardt besuchte gemeinsam mit dem  Mitglied des Bundestages aus Berlin Özcan Mutlu das Alevitische Cem-Haus in Berlin Kreuzberg. Das ehemalige Gemeindehaus der neuapostolischen Kirche wird seit 1999 als Alevitisches Gemeindehaus, Cem-Haus genutzt. Insgesamt leben 70.000 Aleviten in Berlin. Eröffnet wurde das Cem-Haus 1999 vom damaligen Innenminister Otto Schily.

Das Cem-Haus bietet Integrationskurse, Deutschkurse, Alphabetisierungskurse, Computerkurse und ist an vielerlei Aktivität im Kiez beteiligt. Gegründet wurde der Verein in den frühen 80’er Jahren. 1993 verstärkte der Verein seine Aktivitäten als Reaktion auf die Pogrome von Sivas, wo 33 Menschen im Feuertod starben, die zuvor vom islamischen Mob in ein Hotel getrieben wurden, dass danach angezündet wurde.

Zur aktuellen Lage der Aleviten in der Türkei erklärt Kadir Sahin, Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde zu Berlin: „Die Stimmung in der Türkei wird immer mehr aufgeheizt. Der Mob, bewaffnet mit Messern und Schlagstöcken, zieht jetzt zunehmend durch Wohnviertel in Ankara, Malatya, Istanbul und Antayla, die überwiegend von Aleviten bewohnt werden. Angst geht um und man will die Aleviten einschüchtern. Ich wünsche mir, dass die deutsche Politik die dramatische Lage der Aleviten in der Türkei erkennt und problematisiert.“

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