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Interkulturelles und globales Lernen in der Lehrerfortbildung sichern!

18.06.2003: Dr. 15/1825

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Interkulturelles und globales Lernen in der Lehrerfortbildung sichern!

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen: Der Senat wird aufgefordert sicherzustellen, dass der Aufgabenbereich interkulturelles und globales Lernen im Bereich der Lehrerfort- und -weiterbildung in ausreichender Form abgesichert wird. Dies soll unter anderem durch die Vergabe von entsprechenden Aufträgen an die auf diesem Feld tätigen Träger und Projekte in Berlin erfolgen.

Die vom Senat geplante Absenkung der Fortbildungskapazitäten im Bereich des interkulturellen Lernens im Bereich der Lehrerfortbildung wird zurückgenommen.

Begründung: Die Bildungspolitik muss die kulturelle Vielfalt in diesem Land in den Bildungseinrichtungen und Bildungsgängen berücksichtigen, in den Lehrplänen widerspiegeln und aktiv fördern. Hierzu muss die interkulturelle Erziehung und Bildung aus ihrem Nischendasein heraus und zum Alltag in der Schule werden.

Die geplante ersatzlose Absenkung der Kapazitäten im Bereich des interkulturellen Lernens im Bereich der Lehrerfortbildung von bisher 36 Wochenstunden auf 4 Wochenstunden im LISUM ist ein bildungspolitisch falsches Signal. Die Berliner Schule muss sich vielmehr nach außen öffnen. Es muss eher um eine Stärkung dieses Arbeitsbereichs gehen anstatt um Kapazitätsabbau. Die Absicht des Senats, interkulturelle Bildung jetzt in der Arbeitsgruppe "Deutsch für Ausländer" durchzuführen, zeigt, dass der Senat die Zielsetzungen interkultureller Bildung nicht ausreichend verstanden hat.

Die Konzeption des globalen Lernens wird seit einigen Jahren intensiv insbesondere im Bereich entwicklungspolitischer Gruppen und zum Beispiel auch im Schulausschuss der Kultusministerkonferenz diskutiert und kann seit dem Venro-Kongress vor 3 Jahren bundesweit als Antwort auf die Globalisierung verstanden werden. Schule sozialisiert heute für unsere nationale Lebenswelt, während doch längst eine Internationalisierung der Bildung geboten wäre. Globales Lernen soll dabei aber nicht nur als Fitmachen für die globalisierte Welt verstanden werden, sondern gerade die notwendigen Erkenntnisse und auch das Verstehen anderer Strukturen, Kulturen, Geschichten möglich machen.

Berlin, den 18. Juni 2003 Dr. Klotz, Ratzmann, Schruoffeneger, Mutlu und die übrigen Mitglieder der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Der Antrag kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Zugehörige Dateien:
d15-1825.pdfDownload (95 kb)
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