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Rede zur Fachtagung "Ich will's wissen: Konzepte für eine zukunftsfähige Schule"

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste, liebe Freundinnen und Freunde,

zunächst einmal darf ich mich meiner Fraktionsvorsitzenden anschließen und Sie meinerseits ganz herzlich begrüßen. Diese Tagung soll der vorläufige Abschluss unserer Kampagne für eine bessere Bildung sein und Impulse und Ausblicke für eine zukünftig bessere Bildungspolitik liefern.

Wir treffen uns hier unter dem Motto "Jeder Mensch ist begabt - Konzepte für eine zukunftsfähige Schule". Ein solches Motto lässt sich unter ganz unterschiedlichen Aspekten und Sichtweisen gleichermaßen gut begründen:

So werden uns zahlreiche Wirtschaftswissenschaftlerinnen - und Wissenschaftler, sowie viele hochkarätige Unternehmen bestätigen, wie wichtig Bildung als ökonomische Ressource ist. Ohne gut ausgebildete Menschen gibt es keine erfolgreiche Wirtschaft. Für unser Land gilt dies in ganz besonderem Maße. Seit jeher ist gerade in Deutschland eine breite Bildungsbasis der wichtigste Rohstoff gewesen. Zukünftig wird das erst recht so sein, denn wir leben in einer sich ständig weiterentwickelnden Wissensgesellschaft.

Wissensgesellschaft bedeutet für den Einzelnen, überhaupt zu wissen, wie sie/er an Wissen gelangen und dieses richtig nutzen kann. Genau diese Schlüsselfähigkeit muss Schule heute weitergeben.

Wissen ist Macht. Die Macht geht vom Volke aus. Das heißt, Bildung gehört auch zu den essentiellen Voraussetzungen einer stabilen und entwicklungsfähigen Demokratie. Mündige Bürgerinnen und Bürger sind ohne umfassenden Bildungshintergrund kaum denkbar.

Eine gute Bildung ist das geistige Fundament für die Mitsprachemöglichkeit Aller an unserem Gemeinwesen.

Gute Bildungspolitik ist auch eine Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit, für Gleichheit der Chancen und für die Integration von Minderheiten. Hier wächst der Bildungspolitik die Aufgabe zu, z.B. sprachlichen Minderheiten durch eine gute Bildung den gleichberechtigten Zugang zur Gesellschaft zu ermöglichen und überhaupt sozialen Zerklüftungen erfolgreich entgegenzuwirken.

Somit hat eine gute Bildungspolitik immer mehrfache Wirkung: Sie ist maßgeblich für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Chancengerechtigkeit und Integration, sie ist elementare Demokratiestärkung und eine vorausschauende Wirtschaftsförderung. Alle diese Felder, auf die Bildungspolitik letztlich Einfluss nimmt, stehen in engster Wechselwirkung zueinander und lassen sich selten voneinander trennen.

Ihre jeweils gesonderte Betrachtung gibt einem aber feste Prüfsteine an die Hand. Der Erfolg von Bildungspolitik erweist sich dann an diesen Prüfsteinen. Oder eben auch ihr Misserfolg. Trifft letzteres zu, haben wir ein bildungspolitisches Versagen zu konstatieren und müssen zielführende Lösungsstrategien erarbeiten.

Solche Lösungs- und Reformstrategien vorzustellen und zu diskutieren ist genau Sinn und Zweck dieser Tagung. Wir haben in der Tat ein gewaltiges bildungspolitisches Versagen festzustellen! Dass Deutschland in Sachen Schulbildung zu einer Art Entwicklungsland wurde, ist spätestens seit der PISA-Studie bekannt. PISA und Folge-Studien haben präzise ermittelt und wissenschaftlich belegt, was bei uns im Argen liegt.

Dass wir dabei ganz besonders auf Berlin abstellen, hat zwei Gründe. Zum einen haben wir als Grüne Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus die Ehre, Ihr Gastgeber für diese Tagung zu sein. Zum anderen jedoch zeigt gerade die Berliner Situation in vielerlei Hinsicht einen großen bildungspolitischen Reformbedarf.

Unsere Bildungskampagne für eine zukunftsfähige Schule, mit dem Titel: "Ich will´s wissen" verknüpft daher vier ohnehin eng zusammengehörende Bereiche:

1. Kita in Berlin. Wir betrachten die vorschulische Bildung und Erziehung in entsprechend ausgestatteten Kitas als wesentlich für eine erfolgreiche Bildungspolitik. 2. Schule in Berlin. Wir streben eine sinnvoll strukturierte Ganztagsschule an, die hohe, nachprüfbare Qualitätsstandards mit individueller Förderung verbindet. 3. Integration in Berlin. Wir sehen Schulpolitik untrennbar verbunden mit konsequenter Integrationspolitik. 4. Eltern in Berlin. Wir wollen die Eltern besser als bisher in den Schulalltag integrieren und ihre Verantwortung fördern und stärken.

Lassen Sie mich diese vier Eckpunkte etwas näher beleuchten:

Bildung fängt bekanntlich nicht erst mit der Schultüte an. Wer Bildungspolitik in all ihren Facetten ernst nimmt, muss im frühkindlichen Alter ansetzen. Kitas dürfen aber keine Aufbewahrungsorte sein, sondern müssen integraler Bestandteil des Bildungsweges junger Menschen werden. Kitas sind Bildungseinrichtungen.

Wir brauchen Kitas, in denen die natürliche Neugier und Lernfreude aller Kinder gefördert werden. Kinder sind schließlich die Problemlöser von morgen. Daher brauchen wir auch in diesem Bereich grundlegende Reformen mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung. Perspektivisch wollen wir eine für Eltern kostenfreie Kita, eine vertiefte Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher und eine gezielte Sprachförderung. Hätten wir beispielsweise Letzteres nicht über Jahrzehnte vernachlässigt, bräuchten wir nicht über eine Deutschpflicht per schulischer Hausordnung zu diskutieren.

An die Kita schließt sich die Schule an. Was muss Schule zukünftig bedeuten? Zunächst einmal, dass sie wirklich jedes einzelne Kind und jeden einzelnen Jugendlichen individuell fördert.

Individuelle Förderung bedeutet keineswegs, dass Alle das exakt Gleiche zur exakt gleichen Zeit lernen müssen. Deswegen müssen wir weg von überholten Prinzipien. Zu oft nämlich darf ein Kind bei uns nicht anderes leisten, als vorgefertigte Wissenshäppchen finden, die die Lehrkraft vorher versteckt hat. Von dieser, vielleicht typisch deutschen, Osterhasen-Pädagogik müssen wir Abschied nehmen. Wir sehen auch keinen Sinn im Sitzenbleiben. Solche vermeintlich ehrwürdigen Relikte aus der Zeit wilhelminischer Pauk-Anstalten halten wir für gänzlich überholt. Nein, moderne Pädagogik bedeutet heute, dass jedes Kind sich nach seinen individuellen Gegebenheiten mit eigener Zeiteinteilung die Welt des Wissens erschließen kann.

Dabei werden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften angeleitet, die keine Pauker mehr sind, sondern sich als Lernberater und -förderer verstehen. In diese Richtung muss auch die LehrerInnenausbildung reformiert werden. Der Umgang mit Heterogenität und Diagnosefähigkeit sind dabei unabdingbare Eigenschaften für zukünftige Lehrkräfte und für das Erzieherpersonal.

Unser langfristiges Ziel ist die Schule nach skandinavischem Vorbild. Wir streben eine gemeinsame 10-jährige Schulzeit für alle Kinder und Jugendlichen an. Erst danach sollen die Jugendlichen entscheiden, welchen weiteren Weg sie gehen wollen. Denn junge Menschen sind kein genormtes Obst, dass noch unreif auf verschiede Paletten verteilt wird. Doch genau dazu zwingt uns das gegenwärtige dreigliedrige System. Es ist nicht nur extrem selektiv, sondern auch sehr ineffektiv und leistungsschwach.

Eine Pädagogik, die dagegen das einzelne Kind im Mittelpunkt hat, lässt sich wirksam im Rahmen einer Ganztagsschule umsetzen. Dort stehen die Lehrkräfte den Schülern und ihren Eltern einfach effektiver zur Verfügung. Darüber hinaus bringt Ganztagsschule nicht nur Beruf und Familie besser in Einklang, sondern bietet Raum für längerfristige Schülerprojekte und sinnvolle Freizeitgestaltung.

Wir wollen die Schule zu einem täglich erfahrbaren Lebensort machen, an dem sich Phasen intensiven Lernens und rekreative Zeiten rhythmisch abwechseln.

Solche Schulen sollen Werkstätten des Lernens werden. Das heißt auch, Schule wird mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit durch außerschulische Partner aller Art vernetzt. Dies können Sportvereine sein, aber auch Handwerksbetriebe, Künstlerinnen und Künstler, Universitäten, Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erzieher und vieles mehr. Ganz wesentlich ist hierbei eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe.

Schule muss insgesamt in den Stand versetzt werden, ihre Aufgaben eigenverantwortlich zu erfüllen. Dazu gehört das Recht, die jeweilige pädagogische Methodik selbst zu bestimmen, sowie Budgethoheit, die eigenverantwortliche Einstellung von Lehrkräften und Entscheidungsfreiheit in Fragen der Fort- und Weiterbildung. All dies soll jede Schule nach ihrer spezifischen Situation frei entscheiden können. Auch müssen die Schulleiterinnen und -leiter stärker als bisher befähigt werden, zu Managern ihrer Schule zu werden.

Jede Schule ist dann selbstverständlich auch verpflichtet, ihre pädagogischen Erfolge regelmäßig intern wie extern evaluieren zu lassen und ihr Schulprogramm fortwährend weiterzuentwickeln.

Allerdings darf Eigenverantwortung der Schule eben nicht zur schlichten Mangelverwaltung verkommen, wie es unter falscher fiskalpolitischer Prioritätensetzung nur allzu oft der Fall ist. Leider und gerade auch in Berlin.

Meine Damen und Herren, nachhaltige pädagogische Erfolge setzen motivierte und hervorragend ausgebildete Lehrkräfte voraus. Ich sage natürlich nicht, dass sie das gegenwärtig nicht wären, im Gegenteil! Unsere Lehrerinnen und Lehrer trotzen oftmals schlechten Bedingungen erstaunlich gute Ergebnisse ab. Ohne das Engagement der Grundschulen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer, wäre z.B. die Einführung der flexible Schulanfangsphase, die Herabsetzung des Einschulungsalters auf 5,5 Jahren und vieles mehr gescheitert.

Dennoch haben wir die kontinuierliche Fortbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen besser zu gewährleisten als bisher. Wenn eine moderne Schule die Lust auf das lebenslange Lernen vermitteln will, dann müssen die Lehrerinnen und Lehrer das in ihrem Beruf vorleben. Dazu gehören auch flexible und gerechte Arbeitszeitmodelle mit festen Präsenzzeiten einerseits und variablen Einsatzmöglichkeiten andererseits.

In Berlin sind diese dringend notwendigen Reformen, trotz eines neuen Schulgesetzes mit durchaus richtigen Zielen, gegenwärtig entweder im bürokratischen Dickicht hängen geblieben, durch Geldmangel ausgehungert oder wurden gar nicht erst angegangen. Ein solches generationenübergreifendes politisches Versagen kann sich unsere Stadt aber nicht länger leisten.

Berlin kann es sich auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung nicht leisten, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen schlecht ausgebildet wird.

Meine Damen und Herren, Ohne gelungene Integrationspolitik stehen sämtliche Kita- und Schulreformen auf tönernen Füssen. Ich meine, Bildungspolitik ist Integrationspolitik und das in vielfältiger Weise. Schule hat hier eine ganz wichtige Aufgabe. Wir müssen gegen die leider weit verbreitete Kultur der Sprachlosigkeit arbeiten, indem wir von Anfang an und so früh wie möglich auf den gründlichen Erwerb der deutschen Sprache achten.

So bedeutsam die möglichst frühzeitige Beherrschung unserer Sprache ist, so wenig dürfen andererseits die Herkunftssprachen vernachlässigt werden. Fundierte Mehrsprachigkeit ist ein Bildungsziel für sich, insbesondere in Zeiten der Globalisierung.

Insofern sollte man die moderne Einwanderungsgesellschaft nicht immer nur als ein Problemfall sehen, sondern auch ihre Chancen und Möglichkeiten im Auge haben.

Sprachliche Integration und die Vermittlung interkultureller Kompetenzen sind wesentliche Aufgaben heutiger und zukünftiger Pädagogik. Das darf uns aber nicht vergessen machen, dass wir es hier auch mit einer ganz grundlegenden sozialen Problematik zu tun haben.

Von ihr sind nicht nur zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund betroffen, sondern ebenso auch sozial schwache Alteingesessene. Das hat uns die jüngste Sprachstandserhebung DeutschPlus in Berlin wiederholt vor Augen geführt. 25% der SchulanfängerInnen haben einen intensiven Sprachförderbedarf. Bei Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache beträgt dieser Anteil sogar 57%

Deshalb meine ich, Schulen in sozial benachteiligten Gebieten und mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache müssen wir in besonderem Maße die Mittel zur Verfügung stellen, die sie für dieses Aufgabenspektrum benötigen. Gerade eine Stadt wie Berlin kann sich hier falsche Sparsamkeit nicht leisten.

PISA hat auch festgestellt, wie sehr bei uns der soziale und ökonomische Hintergrund der Familie die Bildungskarrieren und den weiteren Lebensweg prägt.

Unser Grundgesetz definiert die Bundesrepublik als soziales Gemeinwesen und nicht als Ständestaat. Wir dürfen nicht länger akzeptieren, dass Kinder aus Akademikerfamilien im Schnitt eine vierfach höhere Chancen haben, an höherer Bildung teilzunehmen als Arbeiterkinder oder Kinder mit Migrationshintergrund.

Unsere Schulen müssen soziale Disparitäten auszugleichen helfen, anstatt sie zu vertiefen. Tatsächlich aber bilden unsere Schulen die Einkommenshierarchie der Gesellschaft und der Elternhäuser ab und zementieren Chancenungleichheit, von Generation zu Generation.

In dieser grundsätzlichen Ungerechtigkeit steckt ein enormer sozialer Sprengstoff.

Dass sich die letzten Jahre hindurch die soziale Schere in den Schulen dieses Landes, z.B. durch die Abschaffung der Lernmittelfreiheit, der Kitagebührenerhöhung und vielem anderen mehr, nicht noch weiter vergrößert hat, ist leider kein Erfolg einer mutigen Bildungspolitik, sondern schlicht Stagnation. Stagnation ist aber nicht nur kein Erfolg, sondern in der sich weiterentwickelnden Wissensgesellschaft ein Rückschritt. Meine Damen und Herren, da Schule sozialintegrative Aufgaben hat, bezieht das natürlich auch die Eltern mit ein. Lebendige Schule lebt nicht zuletzt auch durch die Eltern der Kinder und Jugendlichen. Ihr Engagement macht Schule eigentlich erst vollständig. Ohne ihre Beteiligung werden es die Bildungseinrichtungen nicht schaffen, der Bildungsmisere Einhalt zu gebieten.

Eltern sollen die Institution kennen, der sie ihre Kinder anvertrauen. Das bedeutet, Schulen müssen verpflichtet werden, die Eltern regelmäßig über die vermittelten Wissensinhalte und die pädagogischen Konzepte zu informieren. Bildungs- und Zielvereinbarungen zwischen Schulen und Eltern sind hier geeignete Instrumente.

Überhaupt muss die schulische Praxis Eltern viel stärker als bisher einbeziehen. Die Gründung einer Elternpartei - ohne dass ich jetzt auf die programmatischen Inhalte dieser Partei eingehen möchte - ist in diesem Zusammenhang ein Indiz dafür, dass Eltern bei den bestehenden Parteien bisher anscheinend nicht genügend Gehör gefunden haben. Das muss uns zu denken geben.

Schule muss zum Beispiel fundierte Beratung leisten und Eltern auch vermehrt die Möglichkeit bieten, sich untereinander auszutauschen. Elterncafés sind, wie wir nachher noch hören werden, bestens dafür geeignet. Darüber hinaus stellen wir uns vor, dass Eltern mit Migrationshintergrund nach Möglichkeit Sprach- und Integrationskurse vor Ort, d.h. in der Kita oder in der Schule besuchen können.

Meine Damen und Herren, Wir von Bündnis90/ Die Grünen sind nicht für Flickschusterei und Herumdoktorn an Symptomen zu haben, sondern stehen für eine grundlegend andere, innovative Bildungspolitik. Eine, die sich aber auch nicht an unerreichbaren Idealvorstellungen berauschen will, sondern messbare Erfolge zu zeitigen beabsichtigt.

Für uns ist die bestmögliche und nachhaltige Förderung Aller letztlich auch der zuverlässige Weg, zu Spitzenleistungen und Exzellenz zu kommen.

Wir wollen alle Begabungen fördern. Wir wollen eine Qualitätsoffensive, eine andere Lernkultur und die Abschaffung ineffektiven Selektionsmechanismen. Wir setzen auf individuelle Förderung anstelle des Sitzenbleibens.

All diese Reformen kosten Geld. Viel Geld. Reformen gibt’s nicht zum Nulltarif! Gute und zukunftsfähige Bildung hat eben ihren Preis. Dennoch halten wir die Finanzierung für möglich. Durch die geplanten Steuerreformen werden auch in Berlin Mehreinnahmen erwartet. Wir wollen 20% dieser Mehreinnahmen - das sind min. 100 Mio. Euro in den kommenden 5 Jahren - zielgerichtet in die Bildung investieren. Darüber hinaus halten wir durch intelligente Umstrukturierungen im Schulwesen einen wesentlich effizienteren Mitteleinsatz als bisher für machbar.

Wir als Grüne haben uns klar für die Priorität Bildung entschieden. Wer im Bildungsbereich in vermeintlicher Sparsamkeit den Rotstift regieren lässt, verkennt völlig, dass eine gute Bildung kein überflüssiger Luxus ist, sondern schlicht eine gesellschaftliche Notwendigkeit darstellt. Investitionen in die Bildung sind Zukunftsinvestitionen. Ein Verzicht auf diese Investition hingegen, bringt später unabschätzbare soziale und materielle Folgekosten hervor.

Das, meine Damen und Herren, meinen wir von Bündnis90/Die Grünen, wenn wir unsere Kampagne "Konzepte für eine zukunftsfähige Schule" nennen. Das meinen wir, wenn wir sagen, "Jeder Mensch ist begabt - fördern wir ihn." Oder wie es der dänische König Christian der VIII vor langer Zeit formuliert hat: "Arm und Elend sind wir, wenn wir nun auch Dumm werden, können wir aufhören Staat zu sein" In diesem Sinne werden wir heute noch viele kluge Debattenbeiträge hören und von mutmachenden Praxisbeispielen erfahren. Sich davon inspirieren zu lassen, dazu möchte ich Sie herzlich einladen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Mehr Details zur Fachtagung: Fachtgung

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