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Freiburger Giftschrank bleibt verschlossen – kein Wille zur Aufklärung der Dopingvergangenheit!

Zum Rücktritt der Freiburger Doping-Untersuchungskommission erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

Es ist ein Armutszeugnis für den deutschen Sport und die Dopingbekämpfung, dass sich die Mitglieder der Freiburger-Dopingkommission nach fast einem Jahrzehnt gezwungen sahen, kurz vor der Veröffentlichung ihres Abschlussberichts zurückzutreten. Das ist einer demokratischen Gesellschaft schlicht nicht würdig. Wir bedauern dies außerordentlich und fordern weiterhin die Aufklärung der Dopingfälle der Sportmedizin an der Universität Freiburg.

Dass den Kommissionsmitgliedern während der vergangenen Jahre immer wieder Informationen vorenthalten und der Zugang zu wichtigen Dokumenten erschwert wurde, zeugt davon, dass ganz offensichtlich kein ernsthaftes Interesse an einer Aufklärung der Dopingvergangenheit der Bundesrepublik bestand. Was will man hier im Dunkeln lassen und warum soll nicht aufgeklärt werden, ob es systematisches Doping in der Bundesrepublik gab?

Es ist schon kafkaesk, dass wir heute, fast ein Jahrzehnt nach den ersten Enthüllungen, noch immer eine lückenlose Aufklärung darüber fordern müssen, ob und wie systematisches betrieben wurde und möglicherweise auch noch betrieben wird.

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