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Interkulturelle Bildung – wichtiger denn je!

Anlässlich des heutigen „International Summit Teaching Profession“ in Berlin, an dem 400 Bildungsexperten aus 23 Ländern teilnehmen, erklären Özcan Mutlu, Sprecher für Bildungspolitik, und Kai Gehring, Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung:

Internationaler Austausch weitet den Blick auf gute Beispiele in anderen Ländern und verdeutlicht, wie wichtig gut qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer für erfolgreichen Unterricht sind. Letztlich kommt es aber darauf an, nicht nur schöne Bilder zu produzieren, sondern die gewonnen Erkenntnisse auch umzusetzen.

Interkulturelle Kompetenz und Sprachförderung sind immer wichtigere Entwicklungsziele in der Aus-und Weiterbildung des pädagogischen Personals. Auch in Anbetracht des Erstarkens von demokratiefeindlichen Bewegungen wie AfD und Pegida muss Politische Bildung fächerübergreifend in den Schulalltag integriert werden. Chancengerechtigkeit für alle hier lebenden Schülerinnen und Schüler, unabhängig von sozialem Status oder Ethnie zu ermöglichen, muss für unser Bildungssystem Priorität haben.

Schon jetzt gibt es Hinweise, woran es in deutschen Bildungsinstitutionen mangelt. Wir haben kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Handlungsdefizit. Die aktuelle Studie „Lehrerkooperation in Deutschland“ gibt Aufschluss über das neue Bild der Lehrkraft, zeigt aber auch auf, was noch verbesserungsbedürftig ist: Die Zusammenarbeit von Lehrkräften, fachwissenschaftliche Weiterbildung und eine stetige Feedbackkultur müssen im Schulalltag verankert werden.

Um das alles zu ermöglichen, benötigen die Bildungseinrichtungen mehr Geld. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich die Länder in ihren Bemühungen für eine gute, zeitgemäße Bildungspolitik zu unterstützen. Hier wird wieder mal deutlich, wie sehr die deutsche Bildungspolitik unter dem Kooperationsverbot leidet.

Unser Antrag „Mehr Bildungsgerechtigkeit in der Einwanderungsgesellschaft – Damit Herkunft nicht über Zukunft bestimmt“ finden Sie hier.

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