Neuer Bericht der Antidiskriminierungsstelle: Diskriminierungen weit verbreitet mit negativen Auswirkungen auf den Bildungserfolg

Der Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt zahlreiche Missstände im Bildungswesen auf. Die Diskriminierungserfahrungen beginnen meist schon im Kindergarten und ziehen sich durch das Schul- bzw. Hochschulleben bis zum Arbeitsleben. Laut der Studie fühlen sich bis zu 25% der SchülerInnen und StudentInnen mit Migrationshintergrund diskriminiert. Auch 6% der Schülerinnen und Schüler fühlen sich benachteiligt. Vor allem ihre Eltern beklagen häufiges Mobbing. Insgesamt kann man sagen, dass Benachteiligungen die Arbeitsmotivation und Leistung schwäche. Beleidigungen sind häufig homosexuelle Schüler ausgesetzt. „Es ist das erste Mal in Deutschland, dass Benachteiligungserfahrungen bei Bildung und Arbeit derart umfassend untersucht wurden“, sagt die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders.
 
Für Özcan Mutlu, Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Mitte, ist dieser Zustand nicht hinnehmbar: „Wir Grüne finden, dass ein Einwanderungsland wie Deutschland sich solche Diskriminierungen nicht erlauben kann und chancengerechter werden muss. Aufstieg durch Bildung darf nicht nur bei einigen funktionieren, sondern muss für alle Gültigkeit besitzen. Genau dafür setzte ich mich ein. Ich möchte jedem Kind bestmögliche Bildung ermöglichen. Daher muss auch der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz adäquat abgesichert werden. Auch darf das Thema Inklusion nicht nur theoretisch auf dem Papier stattfinden, sondern muss in den Schulen gelingen. Dafür wollen wir 1 Milliarde Euro zusätzlich bereitstellen.“

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