Platzverweis für Katar 2022

Anlässlich der Studie von Amnesty International zur Ausbeutung von Hausangestellten in Katar erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik:

Was muss noch passieren, damit die Verantwortlichen endlich handeln? Katar ist und bleibt als Austragungsort für die Weltmeisterschaft 2022 nicht tragbar. Die aktuelle Studie der Menschenrechtsorganisation „Mein Schlaf ist meine Pause“ zeigt erneut, dass Zwangsarbeit, Ausbeutung sowie körperliche und sexuelle Gewalt zum Alltag von Hausangestellten in Katar gehört. Über 84.000 ausländische Hausangestellte wurden mit falschen Versprechungen in das Emirat gelockt, müssen nun täglich zu menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Sie sind Opfer von grausamen Gewalttaten und leben in einem diskriminierendem System, welches Frauen keinen Schutz bietet. Sobald die Betroffen sexuelle Gewalt anzeigen, werden sie ausgewiesen.

Das Festhalten an der Entscheidung für Katar schadet der Anerkennung des Sports und Akzeptanz für Weltsportereignisse. Es häufen sich Berichte über miserable Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern beim Bau der Anlagen, welche schon Hunderte von Gastarbeitern das Leben gekostet haben. Der Weltfußballverband und die Veranstalter nehmen körperliche und finanzielle Ausbeutung, Zwangsarbeit sowie menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen in Kauf. Wir fordern, dass die FIFA zum Schutz der Menschenrechte endlich mit konkreten und nachhaltigen Maßnahmen durchgreift. Die WM darf nicht in einem Land stattfinden, welches Menschenrechte skrupellos mit Füßen tritt und Leben aufs Spiel setzt.

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