Bildung ist Zukunft!
Bildung ist Zukunft!
Die Ergebnisse der OECD-Vergleichsstudie "PISA" zeigen: Nirgendwo in Europa werden sozial benachteiligte Kinder, insbesondere diejenigen aus Migratenfamilien, so wenig gefördert wie in Deutschland. Das hiesige Schulwesen wird weder dem demokratischen Anspruch auf Chancengleichheit noch den Qualitätsbedürfnissen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes gerecht.
Ein Kernproblem unserer Schulen liegt in einem überkommenen Unterrichtsverständnis: Die Vorstellung, dass möglichst homogene Schülergruppen in der gleichen Zeit das Gleiche lernen, prägt die vorherrschenden Unterrichtskonzeptionen. Damit werden weder Leistungsstarke noch Leistungsschwache gefördert. Um aber die Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und die Unterschiedlichkeit der Menschen zu einem zentralen Ansatz von Pädagogik und Didaktik zu machen, müssen Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und dem Erzieherpersonal darauf ausgerichtet werden, Fähigkeiten zur Diagnose und zum Umgang mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zu erlangen. Es muss endlich gelingen, eine Kultur von Evaluation, Qualitätssicherung und -management einzuführen. Die Orientierung an abgearbeiteten Rahmenplänen und Lehrstoffen reicht nicht aus, um Jugendlichen die notwendige Kompetenz zu vermitteln, die sie zur Bewältigung ihres Lebens brauchen.
Konsequente Förderprogramme zum Abbau von Sprachdefiziten neben der Förderung der Muttersprache, gezielte Maßnahmen zum Erwerb fehlender Schulabschlüsse sowie strukturverbessernde Maßnahmen für Schulen mit hohem Anteil an SchülerInnen nichtdeutscher Herkunft sind hierbei unabdingbar. Die interkulturelle Erziehung muss aus ihrem Nischendasein heraus und zum Alltag in der Schule werden.
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Abgeordnetenhaus hat in hierzu ein Eckpunktepapier beschlossen: "Gemeinsam lernen - individuell fördern!".
Das Eckpunktepapier können Sie als Doc-Datei herunterladen oder unter: www.mutlu.de/dokumente/weitere/16660.html einsehen.




