Wer Hüü sagt, muss auch Hott sagen -
Es reicht nicht aus, über verpflichtende Sprachkurse in der Kita zu sinnieren. So richtig und wichtig dieser Schritt auch ist, ohne die Stärkung und qualitative Weiterentwicklung der Kitas, ist es nur die halbe Miete. Wir fordern darum den Senat auf, die Bedeutung der vorschulischen Erziehung und Bildung endlich ernst zu nehmen und den Sonntagsreden Taten folgen zu lassen.
Die Kitas müssen sowohl personell als auch finanziell für diese Aufgabe gerüstet sein. Konsequente Förderprogramme zum Abbau von Sprachdefiziten und strukturverbessernde Maßnahmen für Schulen und Kitas in sozial benachteiligten Gebieten sind unabdingbar. Die Herabsetzung der Standards in vorschulischen Einrichtungen, die Erhöhung der Kitagebühren, die Abschaffung der Lernmittelfreiheit und die Weigerung, Projekte wie die erfolgreichen Mütterkurse auszubauen, sind der falsche Weg.
Sprache ist Schlüssel zur Integration, ohne Frage. Deshalb unterstützen wir jede durchdachte Maßnahme, die eine gezielte Sprachförderung von Kindern egal welcher Herkunft zum Ziel hat. Die Ergebnisse der Sprachstandserhebung "Bärenstark" haben gezeigt, wo die Defizite liegen. Sie haben auch gezeigt, dass die soziale Herkunft der Kinder ausschlaggebend für ihren Bildungserfolg ist.
Wer am Fundament spart, darf sich nicht wundern, wenn das ganze Haus zusammenbricht. Deshalb fordern wir eine andere Prioritätensetzung. Der Senat muss endlich Farbe bekennen und "Bildung hat Priorität" zur Tatsache machen, nicht das Gegenteil davon!




