Schuljahr beginnt mit Unterrichtsausfall
Özcan Mutlu und Franziska Eichstädt-Bohlig erklären:
"Am Montag beginnt ein neues Schuljahr mit einem alten Problem: Unterrichtsausfall. Es ist symptomatisch für die rot-rote Bildungspolitik, dass auf dem Papier richtige und gute Reformen stehen, für die in der Realität die notwendigen Bedingungen von Politik und Schulverwaltung nicht gestellt werden. Selbst am ersten Schultag wird eine Reihe von Schulen nicht wissen, mit welchen LehrerInnen sie das Schuljahr planen können. Noch bevor eine Unterrichtsstunde gegeben ist, muss verkündet werden, welche Stunden in den ersten Wochen des Schuljahres ausfallen müssen.
Die Schulverwaltung ist offenbar nicht in der Lage, etwas gegen das alljährliche Chaos zu Schulbeginn zu unternehmen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern einen Pool mit 400 Lehrerstellen, um dauerkranke LehrerInnen schnell und unbürokratisch ersetzen zu können. Die Autonomie der Schulen muss endlich tatsächlich gestärkt werden: Die Schulen müssen endlich ein eigenes Personalbudget erhalten, um kurzfristig auf Unterrichtsausfall reagieren zu können.
Außerdem muss auch etwas für die Gesundheit der LehrerInnen (z.B. Bekämpfung des Burn-Out-Syndroms) getan werden. Wir fordern den Senat auf, die Personalausstattung durch eine langfristige Planung zu verbessern und so Planungssicherheit für Schulen und LehrerInnen zu schaffen."




