Modell Gemeinschaftsschule hat sich bewährt
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt zum Stand des Modellprojektes Gemeinschaftsschule:
Vor einem Jahr wurden mehrere Berliner Schulen zu Gemeinschaftsschulen. Zum Kern des Pilotprojektes gehören längeres gemeinsames Lernen und die individuelle Förderung aller SchülerInnen. Bündnis 90/Die Grünen ziehen nach einem Jahr Bilanz - die Gemeinschaftsschule hat sich im Alltag der SchülerInnen und LehrerInnen bewährt. Die Gemeinschaftsschulen können eine Vorbildfunktion für das Berliner Schulsystem einnehmen. Die personelle und materielle Ausstattung der anderen Schulen muss sich an der Ausstattung der Gemeinschaftsschulen orientieren. Die in den Pionierschulen entwickelten Lern- und Unterrichtsformen sollten zum Bestandteil der neuen Sekundarschulen werden.
Das Beispiel der Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule in Pankow zeigt: Die Ausstattung und das Engagement von Schulleitung, Kollegium und Elternschaft fördern den Lernerfolg der SchülerInnen. Die Förderung jedes einzelnen Kindes steht im Mittelpunkt des Schullebens. Ein individuelles Lerntempo sowie kooperatives Lernen gehören zum Alltag der Schule. Im Unterricht und in Gruppenprojekten lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln. Es gibt keinen Frontalunterricht und keine Noten.Das Lernangebot in der gebundenen Ganztagsschule wird ergänzt durch Freizeitangebote wie einer Kunstwerkstatt, Sportspielen und einer Theatergruppe.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich dafür ein, dass die Pionierarbeit der Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule Ausstrahlungskraft auf andere Berliner Schulen hat.




