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Die Katze ist aus dem Sack - Keine Neueinstellung, aber mehr Arbeit

Rot-Rot hat im Koalitionsvertrag unsere Forderung aus den Ampelgesprächen übernommen und die Neueinstellung von 4.000 LehrerInnen vereinbart. Demgegenüber wurde die strikte Ablehnung einer erneuten Lehrerarbeitszeiterhöhung - auch ein Ergebnis der Ampelgespräche - nicht übernommen. Nun wissen wir warum: Statt neue Lehrer einzustellen, will der Senat die LehrerInnen länger arbeiten lassen!

Die Berliner Lehrerschaft hat ihren Beitrag zur Konsolidierung mit der Lehrerarbeitszeiterhöhung im Jahre 2000 erbracht. Mehr kann weder ihnen noch den SchülerInnen und Eltern zugemutet werden. Wir werden uns gegen eine erneute Erhöhung der Lehrerarbeitszeit wehren - im Interesse der Schülerschaft und der Qualität der Berliner Schulen. Wir brauchen neue Modelle, die mehr Arbeitzeitgerechtigkeit herstellen. Bildung hat für uns auch nach der Wahl Vorfahrt. SPD und PDS brechen ihre Wahlsprechen dagegen schneller als jede Regierung zuvor.

Unterrichtsausfall, überalterte Kollegien, Kürzung von über 6.000 Lehrerstellen seit 1996, Kürzungen von Fördermittel für sozial schwache Bezirke und schlechter baulicher Zustand und mangelnde Ausstattung der Schulen: Das sind Probleme, die an Berliner Schulen seit Jahren zum Alltag gehören. Hinzu kommen mehrere Tausende Pensionierungen in den kommenden Jahren, die Neueinstellungen notwendig machen. Vor diesem Hintergrund sind Kürzungen im Schuletat, beispielsweise für Schulen in freier Trägerschaft, und Drohungen, keine Neueinstellungen vorzunehmen, verantwortungslos und kontraproduktiv!

Die gezielte Förderung von Schulen in sogenannten Problemquartieren, Ausbau von Ganztagsangeboten und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe, eine Bildungsoffensive für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache, Reduzierung von Klassenfrequenzen, Sicherung der gemeinsamen Erziehung (Integration), das sind Themen die verstärkter finanzieller Förderung und Sicherung bedürfen! Zumal die Pro-Kopf-Ausgaben für SchülerInnen in anderen Ländern teilweise weitaus höher sind. So investiert Hamburg 1.280 Euro mehr pro SchülerIn als Berlin.

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