Runder Tisch Bildung: erster Schritt in die richtige Richtung
Schulsenator Böger hat angekündigt, einen "Runden Tisch" zur Bildungspolitik einzuberufen. Wir begrüßen diesen Schritt, er ist eine der ersten vernünftigen Maßnahmen von Klaus Böger. Herr Böger hat, spätestens seit dem Sternmarsch von etwa 40.000 Eltern, Schülern und Lehrerinnen und Lehrer, begriffen, dass sein bisheriger Konfrontationskurs der Berliner Schule insgesamt schadet. Leidtragend sind wie immer die Kinder und Jugendlichen.
Permanenter Unterrichtsausfall, überalterte Kollegien, Schließung von dringend benötigten Schulstationen, schlechter baulicher Zustand und mangelnde Ausstattung - insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie - das sind Probleme, die in den Berliner Schulen seit Jahren zum Alltag gehören. Das sind berechtigte Gründe für einen Runden Tisch, an dem alle Beteiligten gemeinsam nach Lösungen suchen.
Der Runde Tisch darf jedoch nicht zu einer Alibi-Veranstaltung für die Politik des Senats werden. Wir fordern Herrn Böger auf, den berechtigten Forderungen von Schülern, Eltern, sowie der Lehrerinnen und Lehrer Gehör zu schenken! Ideen und Vorschläge des Runden Tisches müssen ernsthaft geprüft und wenn möglich in die Tat umgesetzt werden. Sonst werden beim nächsten Sternmarsch noch mehr erboste Schüler und Eltern auf die Straße gehen.




