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Ja zur Schulreform - Nein zum Probejahr!

Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt zum Probejahr am Gymnasium:

Wenn Rot-Rot ein Interesse an einer breiten Unterstützung für die Berliner Schulreform hat, dann muss auf den Rat der ExpertInnen gehört werden und das Probejahr an den Gymnasien abgeschafft werden. Nur so können Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus der Reform zustimmen!

Bei einer Anhörung zum Schulgesetz wurde das Probejahr einhellig abgelehnt. Auch bei den BildungspolitikerInnen der rot-roten Koalition kam die Einsicht, das Probejahr sei kein förderliches Instrument.

Nun ist davon nicht mehr die Rede, weil Herr Wowereit persönlich auf das Selektionsinstrument Probejahr besteht. Unverständlich, dass Herr Wowereit den Rat der ExpertInnen und BildungspolitikerInnen nicht annimmt.

Ein neues Schulsystem mit zwei gleichberechtigten und gleichwertigen Schulformen (Sekundarschule und Gymnasium) garantiert längeres gemeinsames Lernen und mehr individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Hauptschulen abschaffen und die Gymnasien reformieren, ist das Ziel. Kein Sitzenbleiben, kein Probehalbjahr und kein Abschulen mehr: Das ist die ursprüngliche Forderung - sowohl der SPD als auch der Linken.

Wenn Herr Wowereit jetzt auf das Probejahr besteht, kann von Gleichwertigkeit der beiden Bildungsgänge - immerhin ein Kernanliegen der Reform - keine Rede mehr sein. Das Probejahr ist ein Instrument, das die Gymnasien als die vermeintlich bessere Schule privilegiert und damit die Sekundarschule zum Auffangbecken gescheiterter Gymnasialschüler degradiert. Der pädagogische Effekt ist verheerend.

(c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin

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