Kleine Klassenfrequenzen in Schulanfangsphase: Schritt in die richtige Richtung!
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt zu den Grundschulplänen des Senats:
Der Senat ist lernfähig und reagiert auf Kritik. Nachdem erkannt worden ist, wie wichtig die frühkindliche Bildung ist, wird nun auch bei den Grundschulen nachgebessert. Mit der Änderung der Grundschulverordnung sollen nämlich die Klassenfrequenzen in der Schulanfangsphase reduziert werden. In Zukunft sollen Lerngruppen in der Schulanfangsphase mit 23 bis 26 SchülerInnen eingerichtet werden. Bei einem Anteil von mehr als 40 Prozent SchülerInnen nichtdeutscher Herkunftssprache oder lernmittelbefreiten SchülerInnen soll die Einrichtungsfrequenz nur 21 bis 25 SchülerInnen pro Lerngruppe betragen.
Bündnis 90/Die Grünen haben immer schon kritisiert, dass in der Grundschule bis zu 28 SchülerInnen pro Klassen vorgesehen waren. Das steht im Gegensatz zur integrierten Sekundarschule mit maximal 25 SchülerInnen pro Klasse.
Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, Herr Zöllner! Aber jetzt müssen weitere Schritte folgen. Insbesondere gilt das für die Sprachförderung und die Ausstattung der Grundschulen mit SozialarbeiterInnen. D.h. der Senat muss mehr Geld in die Hand nehmen, um die Grundschulen ähnlich auszustatten wie die integrierte Grundschule. Hierzu ist ein zusätzlicher Finanzbedarf von etwa 7 Millionen Euro für die Grundschulen nötig, die im Rahmen der Haushaltsberatung zur Verfügung gestellt werden müssen.




