Grünen-Politiker – Ursula Sarrazin bedient Feindbild Türke
20.01.2011: Die Welt
In der Debatte um die Unterrichtsmethoden der Berliner Grundschullehrerin Ursula Sarrazin wirft Grünen-Politiker Özcan Mutlu der Pädagogin vor, ein türkisches Feindbild zu bedienen.
Mit der Aussage, einige „türkische Eltern“ hätten den Schulleiter auf sie gehetzt, lasse Sarrazin völlig außer Acht, dass auch diese Eltern deutsche Staatsbürger seien, sagte der bildungspolititsche Sprecher der Bündnis 90/Grüne-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus am Mittwoch.
Die Lehrerin Ursula Sarrazin Damit würde der Konflikt ethnisiert und die Eltern denunziert, kritisierte Mutlu. Grotesk sei es zudem, dass Schulleitung und Schulaufsicht sich nicht äußern dürften, während die Lehrerin selbst ohne Rücksicht auf den Schulfrieden ihre Meinung öffentlich kundtue.
Mutlu forderte Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) auf, durchzugreifen und den Schulfrieden wieder herzustellen.
Zudem warf Mutlu dem Senator Befangenheit vor. Zöllners persönliche Freundschaft zur Lehrerin Sarrazin dürfe „nicht zu einer Belastung des Schulfriedens ausarten“, sagte er. Der Bildungssenator müsse die Lehrerin umgehend an eine andere Schule versetzen.
Seit Wochen streiten öffentlich Unterstützer und Gegner der Lehrerin, die wegen ihrer strengen Unterrichtsmethoden in der Kritik steht. Die Ehefrau des früheren Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin selbst wiederum sieht sich in einer Art familiärer Sippenhaft. dpa/dapd/foll
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