Neben Senatsoffensive generelles Rauchverbot an Schulen erlassen!
Claudia Hämmerling, Sprecherin für Verbraucherschutz, und Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklären:
Das vom Senat geplante Anti-Rauch-Programm geht in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus. Das Einstiegsalter, in dem Kinder erstmalig zur Zigarette greifen, ist in den letzten Jahren auf 11,6 Jahren gesunken. Jede fünfte SchülerIn konsumiert regelmäßig Tabak.
Das frühe und regelmäßige Rauchen gilt als deutlicher Indikator einer späteren Suchtentwicklung. In Deutschland rauchen 17,8 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. 100.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums.
Die bisherige Praxis, in Schulen allein auf Aufklärung und freiwilligen Nikotinverzicht zu setzen, war nicht erfolgreich. Unter anderem deshalb, weil Rauchen unter Jugendlichen als cool gilt und als Freiheit begriffen wird. So lange LehrerInnen in der Schule beobachtet werden können, wie sie ihrer Nikotinsucht frönen, sind sie negative Vorbilder für die SchülerInnen.
Auch die Bundesdrogenbeauftragte und der Philologenverband haben sich mittlerweile für ein generelles Rauchverbot an Schulen ausgesprochen. Die skandinavischen Länder haben bewiesen, dass ein generelles Rauchverbot an Schulen erfolgreich ist. Die Zahl der RaucherInnen sank, weil Jugendlichen der Einstieg in die Nikotinsucht in der Schule erschwert wurde. Deshalb fordern wir den Senat auf, ein generelles Rauchverbot für LehrerInnen und Schüler begleitend zu der Aufklärungskampagne zu erlassen.




