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Problemlösungen statt Scheindebatten!

30.05.2002: Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt zum Thema Integration:

In bestimmten sozialen Brennpunkten ist der Anteil von Schülern nicht-deutscher Herkunft sehr groß. Damit sind Probleme für die Sprachentwicklung bestimmter Schulklassen verbunden. Das US-amerikanische Beispiel, Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Wohngebiete zu mischen und sie per Bus hin- und herzufahren, hat sich jedoch nicht bewährt. Es ist der falsche Weg, über Restriktionen der Entscheidungsfreiheit der Eltern sich diesen Entwicklungen entgegenzustellen.

Der derzeit einzig plausible Weg ist der, Einrichtungen in sozialen Brennpunkten personell und finanziell entsprechend den Erfordernissen auszustatten, also sich von der Auffassung zu verabschieden, Bildungseinrichtungen sollten zur Erreichung ihrer Ziele möglichst gleich ausgestattet werden; stattdessen sind die Förderwege -und instrumente systematisch auszubauen. Schulen müssen ermutigt werden, sich pädagogisch weiterzuentwickeln und attraktiv zu werden. Dieser Weg wird allerdings nur Erfolg haben, wenn vor Ort Konzepte für die jeweilige Schülerschaft, die Einbeziehung von Eltern, die Öffnung zur Nachbarschaft entwickelt und den Schulen entsprechende Freiräume geschaffen werden.

Konsequente Förderprogramme zum Abbau von Sprachdefiziten neben der Förderung der Muttersprache, gezielte Maßnahmen zum Erwerb fehlender Schulabschlüsse sowie strukturverbessernde Maßnahmen für Schulen mit hohem Anteil von SchülerInnen nichtdeutscher Herkunft sind unabdingbar. Die interkulturelle Erziehung muss aus ihrem Nischendasein heraus und zum Alltag in der Schule werden.

Gemeinsam aufwachsen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, das frühzeitige Erlernen anderer Sprachen, das Wissen um andere Sitten und Gebräuche, verschafft Respekt und Achtung unter Menschen verschiedener Kulturen. Es ein Gebot der Stunde, dass die Schule im Einwanderungsland Deutschland endlich die Lebens- und Erfahrungswelt der Einwandererkinder in den Lehrplänen und in den Schulbüchern berücksichtigt. Hierzu bedarf es einer Reform der Rahmenpläne und der Curricula. Last but not least, gehört die Ausbildung der Lehrpersonals und der ErzieherInnen reformiert

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