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Erhöhung der Arbeitzeiten ist der falsche Weg!

28.08.2002: Die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen, wird nicht dazuführen, der bildungspolitischen Misere ein Ende zu setzen und den Unterrichtsausfall zu beenden. Zumal seit 1996 etwa 6.000 LehrerInnenstellen gestrichen worden sind.

Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:

Die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen, wird nicht dazuführen, der bildungspolitischen Misere ein Ende zu setzen und den Unterrichtsausfall zu beenden. Zumal seit 1996 etwa 6.000 LehrerInnenstellen gestrichen worden sind.

Die Lehrerarbeitszeit in Berlin ist im Stadt-Staaten-Vergleich keinesfalls zu niedrig. Zumal die Pro-Kopf-Ausgaben für SchülerInnen in anderen Ländern teilweise weitaus höher sind. So investiert Hamburg 1.200 Euro mehr pro SchülerIn als Berlin. Vergleiche mit anderen Bundesländern hinken der Realität hinterher, weil der Ausstattungsgrad der Schulen und die Klassenfrequenzen andere sind!

Die LehrerInnen, die ohnehin schon engagiert und motiviert arbeiten, werden zusätzlich belastet. Letztendlich werden keine Probleme gelöst, sondern neue geschaffen. Wir lehnen Arbeitszeiterhöhungen ab und fordern eine Neuregelung der Arbeitszeit von LehrerInnen, mit dem Ziel mehr Arbeitszeitgerechtigkeit herzustellen. Eine Weiterentwicklung der Berliner Schule wird wesentlich von der Veränderung des Berufbildes der LehrerInnen abhängen, dies ist nur mit anderen Arbeitszeitmodellen möglich.

Die Berliner Lehrerschaft hat Ihren Beitrag zur Konsolidierung mit den Arbeitszeitkonten und der Lehrerarbeitszeiterhöhung im Jahre 2000 bereits erbracht. Mehr kann weder ihnen, noch den SchülerInnen und Eltern zugemutet werden.

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