Berlin braucht 750 neue LehrerInnen
Sibyll Klotz, Fraktionsvorsitzende, und Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklären:
Mit nur 140 Neueinstellungen von LehrerInnen können die Berliner Schulen dem neuen Schulgesetz nicht gerecht werden. Alle neuen pädagogischen Ansätze sind damit zum Scheitern verurteilt. Die Versprechungen und Beteuerungen von Schulsenator Böger, dass Berlin mehr LehrerInnen braucht als bisher, sind in den Wind geschrieben.
Aufgrund des vorgezogenen Schuleintritts kommen im August 2005 etwa 13.000 Schulanfänger mehr in die Schulen. Außerdem sieht das neue Schulgesetz weitere Neuerungen wie flexible Schulanfangsphase, Verlagerung der Horte und Sprachförderung vor, die ohne zusätzliches Personal nicht umgesetzt werden können.
Bereits heute fehlen LehrerInnen an den Berliner Schulen - vor allem junge LehrerInnen und in Mangelfächern wie Naturwissenschaften. Ursache dafür ist die Personalpolitik der Berliner Schulverwaltung, die nicht dafür gesorgt hat, dass genügend Lehrkräfte in den entsprechenden Fächern ausgebildet wurden. Viele sind in andere Berufe abgewandert, weil Berlin ihnen keine Perspektive bot.
Wir fordern den Senat auf, mindestens 750 LehrerInnen neu einzustellen, damit sich die Schulbildung in Berlin verbessert und in Zukunft beim PISA-Test bestehen kann.




