DDR-Geschichte muss im Unterricht besser aufgearbeitet werden
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Die am 18. Jahrestag des Mauerfalls vorgestellte Studie der FU zum DDR-Bild unter Berliner Schülerinnen und Schülern ist ein Alarmzeichen. Das Wissen über die Teilungsgeschichte und über die ehemalige DDR, im Ost- und West Teil der Stadt, zeigt die Notwendigkeit einer stärkeren Auseinandersetzung mit dem Thema. Gerade in Berlin ist es wegen der langjährigen Teilung der Stadt unerlässlich, dass alle Schülerinnen und Schüler über die Hintergründe der Teilung informiert sind.
Es ist nicht hinnehmbar, wenn in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler, insbesondere im Ost-Teil der Stadt, eine idealisierte und auf ihre sozialen Aspekte reduzierte DDR fortlebt und die DDR-Diktatur mehr minder ausgeblendet wird.
Berlin als geteilte Stadt bietet zahlreiche Möglichkeiten und Orte zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur. Gedenkstätten wie Hohenschönhausen, Bernauerstraße oder das Stasi-Museum in der Normannenstraße müssen viel stärker durch Schulen - auch Grundschulen - genutzt werden.
Wir fordern den rot-roten Senat auf, endlich gegenzusteuern und die notwendigen Rahmenbedingungen im Curriculum und in der Lehrerfort- und Weiterbildung zu schaffen!
Die Kurzfassung der FU-Studie können hier per Doppelklick herunterladen:




