WillkommenHosgeldinizWelcomeBienvenue LinksNewsletter-AboMeine TermineSitemapSucheRSS-Feed einbindenImpressum
Presse
Presseerklärungen
Presseecho
Pressefotos
Gastbeiträge
Must-Read
Videos
Türkische Beiträge / Türkçe
Englische Beiträge / English
Themen
Dokumente
Persönliches
English
Türkçe
Kontakt
Startseite >> Presse

Gedenkstätten-Besuch soll Pflicht werden

11.11.2007: Die Welt

FDP und Grüne fordern, die DDR-Geschichte im Lehrplan zu verankern. Schüler sollen verpflichtend die Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen. Zuvor hatten die Ergebnisse einer Befragung von Jugendlichen in Berlin für Aufregung gesorgt: Danach wissen viele Schüler nicht, wer die Berliner Mauer gebaut hat, welche Rolle die Staatssicherheit spielte und dass die DDR keine Demokratie war.

Berliner Schüler sollen mindestens einmal in der Sekundarstufe I und einmal in der Sekundarstufe II verpflichtend die Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen. Diese Forderung stellte am Sonnabend die FDP-Schulexpertin, Mieke Senftleben, als Reaktion auf eine Studie der Freien Universität. "Ein solcher Tagesausflug muss verbindlich in den Lehrplan aufgenommen werden, damit die Schüler sich mit der Geschichte der DDR auseinandersetzen und Fragen stellen", sagte Senftleben.

Schüler wissen wenig über die Mauer

Am Vortag waren die Ergebnisse einer Befragung von 2400 Gymnasiasten und Gesamtschülern der neunten bis elften Klasse in Berlin bekannt geworden. Danach wissen viele Schüler nicht, wer die Berliner Mauer gebaut hat, welche Rolle die Staatssicherheit spielte und dass die DDR keine Demokratie war. "Die meisten Schüler wissen so gut wie nichts über die DDR", lautete das Fazit von Professor Klaus Schroeder, der die Untersuchung durchgeführt hatte.

So hatten beispielsweise 24 Prozent aller Schüler der Aussage zugestimmt, dass die DDR keine Diktatur war, sondern sich die Menschen nur wie überall anpassen mussten. 31 Prozent meinten, die Staatssicherheit sei ein Geheimdienst gewesen, wie ihn jeder Staat hat. 13 Prozent meinten gar, dass die Alliierten die Mauer in Berlin errichteten. Der Aussage, dass die Planwirtschaft in der DDR nicht besser oder schlechter, sondern nur anders war, stimmten 20 Prozent der befragten Schüler zu. 13 Prozent der Jugendlichen glaubten, dass Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl aus der DDR kommt.

Mutlu: Schüler müssen Geschichte kennen

Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Özcan Mutlu, sprach von einem Alarmzeichen. "Gerade in Berlin ist es wegen der langjährigen Teilung der Stadt unerlässlich, dass alle Schüler über die Hintergründe der Teilung informiert sind", sagte Mutlu. Er schlug vor, dass die Schulen neben der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen auch die Mauer-Gedenkstätte in der Bernauer Straße und das Stasi-Museum in der Normannenstraße stärker nutzen. Er forderte den Senat auf, die notwendigen Rahmenbedingungen in der Lehrerfort- und -weiterbildung zu schaffen. CDU-Generalsekretär Frank Henkel erklärte zum Jahrestag des Mauerfalls, dass die Gesellschaft wachsam bleiben müsse, "dass das Geschenk der Freiheit nicht wieder verloren geht. Wir müssen jedem Versuch der Umdeutung und der Verharmlosung der SED-Diktatur entschieden entgegentreten", sagte Henkel.

GEW: Eltern in der Verantwortung

Der Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Peter Sinram, sprach sich gegen ein Abwälzen der Verantwortung auf die Schule aus. Auch wenn Schüler befragt worden seien, läge doch auch eine große Verantwortung bei den Eltern. "Was sollen wir denn als Sozialkundelehrer machen, wenn im Elternhaus die DDR verharmlost wird", fragte Sinram, der selbst Sozialkunde unterrichtet. Wenn die Politik eine deutliche Stärkung des zeitgenössischen Geschichtsunterrichts wolle, dann müsse auch entschieden werden, wie man die Lehrpläne von anderen Dingen entrümpelt. Schon jetzt versuchten Sozialkundelehrer, durch Zeitzeugen und Besuche von Museen und Gedenkstätten "das Leben in den Unterricht zu holen oder mit den Schülern ins Leben zu gehen", sagte Sinram.

Vorerst friedlich
21.01.2012 | Berliner Zeitung (Presse) [mehr]
Marode Schulen müssen warten Gelder dürfen nicht ausgegeben werden
17.01.2012 | Tagesspiegel (Presse) [mehr]
Fahndung ins Leere
23.12.2011 | Der Tagesspiegel (Presse) [mehr]


Banner: atom
Banner: klima
Banner: mitglied-werden
Zum SeitenbeginnDruckversion für die SeiteSeite versenden