Lehrerbedarf: Schulverwaltung muss endlich Rechnen lernen!
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Die Schulverwaltung hat noch mal gerechnet und kam jetzt zu dem Ergebnis: Im neuen Schuljahr werden mindestens 139 LehrerInnen zusätzlich benötigt. Überrascht davon ist außer dem Hause Böger niemand. Denn seit Monaten hat unsere Fraktion auf die Veränderungen im neuen Schuljahr hingewiesen und gemeinsam mit den Lehrerverbänden und den Schulen, einen Mehrbedarf an Einstellungen angemahnt und einen entsprechender Einstellungskorridor gefordert.
Um diesen Bedarf abzudecken, hat die Senatschulverwaltung im Schnelldurchlauf Bewerbungsgespräche mit potentiellen KandidatInnen geführt. Und damit nicht nur die BewerberInnen, sondern auch die Schulleitungen vor den Kopf gestoßen. Vorstellungsgespräche in Gruppen von bis zu 10 BewerberInnen vor einer 50-köpfigen Kommission sind die pure Zumutung. Das ganze Verfahren wurde entgegen allen Vereinbarungen ohne Beteiligung der betroffenen Schulen bzw. der Schulleitungen geführt. Alle Zusicherungen von Schulsenator Böger, keine Personalentscheidungen ohne die jeweiligen Schulen zu treffen, wurde damit erneut gebrochen. So lässt sich die Eigenverantwortung der Schulen nicht stärken. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche LehramtsanwärterInnen aufgrund der Ferienzeit im Urlaub befinden und nicht mal an diesem unmöglichen Verfahren teilnehmen können.
Wir erwarten von Senator Böger, dass er eine ordnungsgemäße Einrichtung des neuen Schuljahres gewährleistet und seine Zusagen einhält, die Schulen bei der Einstellung direkt zu beteiligen. Ferner muss er den unsäglichen Rechenfehlern seiner Verwaltung ein Ende bereiten. Es kann nicht sein, dass jede Woche neue Lehrerbedarfsrechnungen notwendig sind, weil manche Beamte in der Verwaltung die Grundrechenarten nicht beherrschen. Eltern, Kinder und Schulen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen!




