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GEW-Aktion "Berliner LehrerInnen-Arbeitsmarkt" berechtigt - Senat gefährdet Lehrerversorgung!

Der Senat gefährdet die Lehrerversorgung in Berlin: Obwohl er selbst für die nächsten 10 Jahre einen Bedarf von 8.600 Neueinstellungen prognostiziert, sind mit den Hochschulverträgen, die bis 2009 gelten, nur 850 Lehramtsstudienplätze pro Jahr abgesichert. Erfahrungsgemäss macht nur ein Teil der LehramtsstudentInnen einen Abschluss. Damit ist die Zahl der Ausbildungsplätze für LehrerInnen in Berlin deutlich zu niedrig.

Jetzt will der Senat auch noch die knapp bemessenen Referendariatsplätze um 200 Plätze reduzieren. Statt LehrerInnen einzustellen, sollen diese wenigen Referendare nach Willen von Schulsenator Böger künftig mehr Unterricht geben als bisher; vorgesehen ist eine Anhebung von derzeit 2 bis 4 auf 16 Stunden. So lässt sich ganz nebenbei etwas sparen; der absehbare Lehrermangel aber wird verschärft.

Dabei sind Unterrichtsausfall und Vertretungsstunden durch fachfremde LehrerInnen ein Dauerproblem in der Berliner Schule. Schon heute gibt es für einige Fächer zu wenig BewerberInnen. Der Senat verhindert mit seiner verfehlten Personal- und Ausbildungspolitik die Qualitätsentwicklung an den Berliner Schulen und gefährdet damit die Bildungschancen unserer Kinder.

Wer gute Bildung in Berlin absichern will, muss dies auch im Personalbereich tun. Mehrarbeit statt Einstellungen und Reduzierung der Ausbildungskapazitäten sind mit Sicherheit der falsche Weg

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