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Schulkinder nicht länger schädlicher Luft in Klassenräumen aussetzen!

Claudia Hämmerling, MdA und Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklären:

Wenn ein gesunder Geist einen gesunden Körper erfordert, sind die Berliner Schulkinder schlecht dran. Obwohl die Risiken durch feinstaubbelastete Luft bekannt sind, werden die Schülerinnen und Schüler nach wie vor unverantwortlich hohen Schadstoffkonzentrationen ausgesetzt.

Messungen in Klassenzimmern an zwei Kreuzberg Schulen haben ergeben, dass die Konzentration der lungengängigen Feinstaubpartikel PM10 vier bis sechs mal so hoch waren, wie es die Grenzwerte für die Außenluft zulassen.

Für geschlossene Räume wie Wohnungen und Klassenzimmer gibt es bis heute keine Schadstoff-Grenzwerte. Insbesondere die durch frühere Untersuchungen der Landesmessstelle er-mittelte Dominanz von Nanopartikeln in den Feinstäuben, also den allerkleinsten Partikeln, die über die Lungenbläschen ins Blut gelangen können, gibt Anlass zur Besorgnis. Neben dem Feinstaub lag auch die Kohlendioxidkonzentration in den Klassenräumen um mindestens 50 Prozent über den empfohlenen Richtwerten. Müdigkeit und Konzentrations-schwäche sind die Folge .

Diese alarmierenden Ergebnisse erfordern einen sofortigen Aktionsplan.

Wir fordern den Senat auf: 1. Zielvorgaben für einen Raumluftstandard zu definieren, der dem Standard der Außen-luftqualität nahe kommt. 2. Verbindliche Lüftungspläne für Schulräume festzulegen und die technischen Voraus-setzungen hierfür zu ermöglichen (zu öffnende Fenster). 3. Reinigungsstrategien zur wirkungsvollen Feinstaubeliminierung festzulegen (feucht reinigen oder alternativ Einsatz von Filtertechnik wie geeignete Staubsauger bzw. Luft-reinigungstechnik).

Diese Maßnahmen müssen umgehend in Angriff genommen werden, damit die Leistungsfä-higkeit und Gesundheit der Schulkinder nicht länger leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird

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