Schulessen darf nicht krank machen – Gesundheitssenator muss jetzt schnell Hintergründe aufklären

Özcan Mutlu, schulpolitischer Sprecher, und Heiko Thomas, gesundheitspolitischer Sprecher, erklären zu den Magen-Darm-Erkrankungen bei SchülerInnen und Kita-Kindern:

Die Umstände der Magen-Darm-Erkrankungen müssen jetzt schnell aufgeklärt werden. Aus Sicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen steht dabei Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) in der Pflicht. Dazu ist es nötig, die gesamte Lebensmittelkette zu ermitteln und öffentlich zu machen und über die gesundheitlichen Folgen umfassend zu informieren. Es darf nicht sein, dass Schulessen krank macht. Der gewaltige Anstieg der Krankheitsfälle ist besorgniserregend.

Bei der nächsten Sitzung des Gesundheitsausschusses wird die Fraktion das Thema auf die Tagesordnung setzen. Dabei wollen wir klären: Wie und wann haben Mechanismen eines länderübergreifenden Krisen-Managements gegriffen? Welches Hygienemanagement in der länderübergreifenden Kantinenversorgung gibt es? Hat es funktioniert? Warum haben andere Bundesländer schneller informiert und gehandelt?

Die Regierungen aller betroffenen Bundesländer müssen jetzt endlich Klarheit schaffen und sich auch austauschen und zusammenarbeiten. Seit drei Tagen häufen sich die Verdachtsfälle. Es scheint zu viel Zeit zu vergehen, bis die Strukturen stehen, die die Krisen meistern sollen.

Dass das Thema gesundes und gutes Mittagessen in Schulen den rot-schwarzen Senat anscheinend wenig interessiert, hat eine kleine Anfrage ergeben. Statt sich für eine qualitative und gute Essensversorgung in Schulen einzusetzen, versteckt sich der Senat hinter Zuständigkeiten (Kleine Anfrage 17/10643). Der Senat hat kein Interesse an einer gesunden Essensversorgung in den Schulen und handelt grob fahrlässig. Anders ist die lückenhafte Datenlage der Senatsverwaltung zur Essensversorgung in den Berliner Schulen nicht zu erklären.

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