Senat muss sich um die RückläuferInnen aus den Gymnasien kümmern!

Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, sagt zu Medienberichterstattung über sogenannte Rückläuferklassen in Berlin:

Die steigende Zahl der SchülerInnen, die das Gymnasium nicht schaffen, war aufgrund des Probejahrs an den Gymnasien, den Aufnahmeregeln und der Schulplatzverlosung absehbar. Jetzt ist der Druck auf die integrierten Sekundarschulen da, die nicht genügend Plätze für die sogenannten „RückläuferInnen“ haben.

Der Senatsverwaltung für Bildung ist dieses Problem scheinbar noch nicht bewusst. Statt mit gezielten Maßnahmen Abhilfe zu schaffen, delegiert Rot-Schwarz die Angelegenheit einfach an die Schulen (Drucksache 17-10072). Dort sollen jetzt aus Hilflosigkeit die SchülerInnen in „Rückläuferklassen“ zusammengefasst werden, statt in bestehende Klassen integriert zu werden.

Die Sekundarschulreform wird so ad Absurdum geführt und die betreffenden SchülerInnen bekommen das Stigma der Gescheiterten, die das Gymnasium verlassen mussten. Neben dem pädagogischen Unsinn von Rückläuferklassen werden diese das Schulklima belasten und helfen den betroffenen Schülerinnen und Schülern nicht weiter.

Der Übergang von der Grundschule auf die Sekundarstufe muss auf den Prüfstand. Im Mittelpunkt muss die Schülerin und der Schüler und der pädagogische Erfolg stehen!

Download: Kleine Anfrage: Umsetzung der Schulstrukturreform – Wie hat sich die Zahl der „Rückläufer“ nach dem Probejahr entwickelt? (480 kb)

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