Keine Ausgrenzung im Bündnis für Erziehung
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat zum Auftakt des Wertegipfels "Bündnis für Erziehung" in Berlin lediglich Vertreter der großen Kirchen eingeladen. Es ist weder nachzuvollziehen, noch zu akzeptieren, dass andere gesellschaftliche Gruppen ausgegrenzt werden. Besonders zu Zeiten, wo wir alle über Bildung, Integration und Probleme in Zusammenhang mit Zuwanderung reden, ist es ein unverzeihlicher Fehler andere Religionsgemeinschaften, Verbände von MigrantInnen und weitere gesellschaftliche Gruppen, Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen und Jugendliche nicht zu berücksichtigen. Damit sendet der heutige Wertegipfel der Bundesfamilienministerin leider ein Signal der Ausgrenzung, nicht der Integration aus. Die Einladungspraxis ist auch fragwürdig, schließlich ist Deutschland kein Gottesstaat, sondern ein säkularer Staat
Respektvoller und friedfertiger Umgang miteinander ist davon abhängig, dass alle jungen Menschen in Kindergärten und Schulen gleichermaßen das Gefühl haben können, sie seien willkommen und gleich viel wert, gleichgültig ob arm oder reich, mit oder ohne deutschen Pass. Gerade deshalb ist es ein Gebot der Stunde, alle Akteure an einen Tisch zu bekommen und nicht auszugrenzen. Wir fordern die Ministerin auf, diesen Fehler zu korrigieren!
(c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin




