Schulen in Mitte und in ganz Berlin nicht allein lassen
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Es ist gut, dass die SchulleiterInnen des Bezirks Mitte sich mit einem Alarmbrief an den Regierenden gewandt haben. Wir appellieren an Klaus Wowereit, diesen Hilferuf ernst zu nehmen und endlich zu handeln.
Seit Jahren sind die Probleme der Berliner Schule, insbesondere in den sozialbenachteiligten Gebieten, bekannt. Viele dieser Probleme sind hausgemacht. Lösungen scheitern oft an der unzureichenden personellen und materiellen Ausstattung der Schulen, am Kompetenzgerangel und der Unfähigkeit der politisch verantwortlichen Personen.
Berlin braucht eine Qualitäts- und Bildungsoffensive. Die Schulen brauchen mehr finanzielle und personelle Unterstützung. Das heißt es, muss dringend mehr Personal - auch Erzieher, Schulpsychologen, Sozialarbeiter, Handwerker und andere Professionen - in die Schulen. Die Sprachförderung ist zu verstärken, Ganztagsangebote sind auszubauen, gleichzeitig müssen die Klassenstärken gesenkt und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe verbessert werden.
Auch die Eltern müssen stärker in die Verantwortung genommen werden. Sie haben die Pflicht, ihre Kinder sowie deren Kitas und Schulen zu unterstützen, anstatt den Schulen die Erziehungsprobleme zu überlassen. Bildung in Berlin muss zu einem Qualitätssiegel werden. Dafür müssen mehr Mittel in die Hand genommen werden. Reformen gibt es nicht zum Nulltarif, das müssen die Herren Wowereit und Sarrazin endlich einsehen.
Es gibt viel zu tun, packen Sie es an, Herr Wowereit!




