Schuljahr beginnt mit Unterrichtsausfall
Schuljahr beginnt mit Unterrichtsausfall
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Das neue Schuljahr beginnt mit einem alten Problem: Unterrichtsausfall. Über eine ausreichende Vertretungsreserve verfügen nur die wenigsten Schulen, allen Statistiken von Klaus Böger zum Trotz.
Es ist symptomatisch für die rot-rote Bildungspolitik, dass auf dem Papier richtige und gute Reformen stehen, für die in der Realität die notwendigen Rahmenbedingungen fehlen. Selbst am ersten Schultag wissen eine Reihe von Schulen nicht, mit welchen LehrerInnen sie das Schuljahr planen können. Noch bevor eine Unterrichtsstunde gegeben ist, wird verkündet, welche Stunden in den ersten Wochen des Schuljahres ausfallen müssen.
Die Schulverwaltung ist offenbar nicht in der Lage, etwas gegen das alljährliche Chaos zu Schulbeginn zu unternehmen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern einen Pool mit 400 Lehrerstellen, um dauerkranke LehrerInnen schnell und unbürokratisch ersetzen zu können. Die Autonomie der Schulen muss endlich tatsächlich gestärkt werden: Die Schulen müssen ein eigenes Personalbudget erhalten, um kurzfristig auf Unterrichtsausfall reagieren zu können.
Außerdem muss auch etwas für die Gesundheit der LehrerInnen (z.B. Bekämpfung des "Burn-Out-Syndroms") getan werden. Wir fordern den Senat auf, die Personalausstattung durch eine langfristige Planung zu verbessern und so Planungssicherheit für Schulen und LehrerInnen zu schaffen.
(c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin




