WillkommenHosgeldinizWelcomeBienvenue LinksNewsletter-AboMeine TermineSitemapSucheRSS-Feed einbindenImpressum
Presse
Themen
Dokumente
Persönliches
English
Türkçe
Kontakt
Startseite

"Weltkarte des Analphabetismus spiegelt Karte der Armut wider"

08.09.2009: zwd

Die Fortschritte bei der Alphabetisierung haben sich in den letzten Jahren insgesamt verlangsamt. Darauf weist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) anlässlich ihres Welttages der Alphabetisierung am morgigen 8. September hin. Setze sich die aktuelle Entwicklung fort, würden im Jahr 2015 weiterhin über 700 Millionen Menschen nicht lesen und schreiben können, warnte die Organisation.

Die UNESCO erklärte, durch das Bevölkerungswachstum steige auch die absolute Anzahl der Analphabetinnen und Analphabeten. Betroffen sind laut UNESCO vor allem die ärmsten Weltregionen. In absoluten Zahlen leben demnach 80 Prozent der AnalphabetInnen in 20 Ländern, die Hälfte von ihnen in Bangladesch, China und Indien. Während einige Länder im Vergleich zum Zeitraum 1985 bis 1994 deutliche Fortschritte gemacht haben, darunter Ägypten, Algerien, China, Indien, Indonesien und die Türkei, sind die Entwicklungen insgesamt nicht zufrieden stellend.

Fast zwei Drittel der AnalphabetInnen sind Frauen und Mädchen

Die Weltkarte des Analphabetismus spiegle die Karte der Armut wider, erläuterte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Fähigkeit zu schreiben und zu lesen sei Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Er plädierte auch für Bildungsprogramme, die sich speziell an Frauen wenden, da Frauen in vielen Gesellschaften erheblich benachteiligt seien. Nach wie vor seien fast zwei Drittel der AnalphabetInnen Frauen und Mädchen. 2009 ist der Welttag der Alphabetisierung speziell dem Thema "Alphabetisierung und Selbstbestimmung" gewidmet.

Auch deutsche Politiker meldeten sich zum UNESCO-Welttag zu Wort, um auf das Problem des Analphabetismus hierzulande aufmerksam zu machen. Der bildungspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Patrick Meinhardt, bezeichnete es als "absolut inakzeptabel", dass vier Millionen Deutsche Probleme beim Lesen und Schreiben hätten und dadurch stigmatisiert würden. Er forderte bundesweit ausreichend Weiterbildungskurse für Erwachsene AnalphabetInnen. Der eigentliche Ansatzpunkt müsse jedoch die frühkindliche Bildung sein.

Grüne: Berlin - Hauptstadt des Analphabetismus

Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, wies speziell auf den Analphabetismus in der deutschen Hauptstadt hin. Rund sechs Prozent der Berliner Bürgerinnen und Bürger seien AnalphabetInnen. Jürgen Zöllner (SPD) müsse dies spätestens seit der Vorstellung des Gutachtens "Herausforderungen Analphabetismus in Berlin" bekannt sein, so Mutlu. Zu viele Jugendliche, insbesondere mit Migrationshintergrund, verließen die Schule ohne die nötige Lese- und Schreibkompetenz. Sie gehörten zur Risikogruppe und seien "eklatant unterversorgt". Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Analphabetismus in der Kita und in der Schule seien in Berlin kaum vorhanden, kritisierte er. Und für die rund 164.000 Betroffenen stünden jährlich nur 1.500 Lernplätze bereit. (07.09.2009)

www.zwd.info/index.php?cat=1&group_id=102&id=8716&content_id=83&action=show_news

Späte Einsicht ist auch gut – KMK stoppt Schultrojaner, wir gratulieren!
07.05.2012 | (Presse) [mehr]
Neue Regelung, viel Kritik: Ganztagsbetreuung für Fünft- und Sechstklässler
10.04.2012 | Tagesspiegel (Presse) [mehr]
Putzplan aus den 90ern
26.03.2012 | Tagesspiegel (Presse) [mehr]


Banner: atom
Banner: klima
Banner: mitglied-werden
Zum SeitenbeginnDruckversion für die SeiteSeite versenden