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Kitas für die Sprachförderung stärken und 800 zusätzliche Referendare einstellen!

Die Kita muss und soll eine Bildungseinrichtung werden. Die mit dem Schulgesetz vorgenommene Auflösung der Vorklassen bei gleichzeitiger Aufwertung der Kita ist wichtig und richtig. Allerdings sehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt Probleme bei der Umsetzung der Reformen, da Kitas und Schulen weder personell, noch konzeptionell für die neuen Aufgaben gerüstet sind. Wir fordern, die Auflösung der Vorklassen um zwei Jahre zu verschieben!

Unabhängig davon kann der Schuleintritt vorverlegt werden. So können Erfahrungen mit der flexiblen Schulanfangshase gesammelt werden und die Kitas können sich auf die neuen Aufgaben vorbereiten. Zusätzlich muss die vorschulische Sprachförderung insbesondere für die Kinder, die keine Kita besuchen, gestärkt werden. Schulsenator Böger plant Angebote für nur 500 bis 600 Kinder. Das ist absolut unzureichend. Die Sprachstandserhebung "Bärenstark" hat gezeigt, dass nahezu 12.000 Schulanfänger einen (zur Hälfte sogar intensiven) Förderbedarf haben.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schlägt daher vor: Die Streichung von jeweils 400 Referendariatsstellen in den Jahren 2004 und 2005 wird rückgängig gemacht. Schon in drei Jahren wird es einen Neueinstellungsbedarf bei LehrerInnen geben, der über den Ausbildungsquoten in Berlin liegt. Wir können es uns nicht leisten, für teures Geld in Berlin ausgebildete Lehrer auf der Strasse sitzen zu lassen oder ihrer Abwanderung in andere Bundesländer oder Berufe zuzusehen. Der durch die zusätzlichen Referendarratsstellen entstehende Überhang von circa 600 LehrerInnenstellen wird dafür eingesetzt, die qualitative Weiterentwicklung der Kitas voranzutreiben und die Sprachförderung in den Kitas auszubauen. Dafür müssen die GrundschullehrerInnen gewonnen werden, die mit jeweils 50 Prozent ihrer Stellen auch an Kitas zu arbeiten wollen. Eine eventuell entstehende Lücke im Grundschulbereich kann durch LehrerInnen der Mittelstufe aufgefangen werden.

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