OECD-Bildungsstudie: Mehr Investitionen in Bildung sind unabdingbar!
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Die Ergebnisse der OECD-Studie "Bildung auf einem Blick" sind kein Anlass zur Freude. In den meisten untersuchten Gebieten schneidet Deutschland schlecht ab. Vor allem der akute und sich verschärfende Fachkräftemangel sowie stagnierende bis rückläufige Bildungsinvestitionen sind kein erfreuliches Testat.
Die Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Schulleistung ist nach wie vor ein Problem, die Chancengleichheit ist nicht gewährleistet. Nur in Belgien, Ungarn und der Slowakischen Republik sind herkunftsbedingte Benachteiligungen stärker als in Deutschland. Seit Jahren sind die Bildungsausgaben in Deutschland nicht substanziell gewachsen.
Bündnis 90/Die Grünen sind die einzige Partei, die sich schon vor der Wahl festlegt: Gute Bildung hat ihren Preis und ohne zusätzliche finanzielle Mittel sind die Reformen in der Schule zum Scheitern verurteilt. Von den Mehreinnahmen an Steuern, die Berlin in den kommenden Jahren erwarten kann, muss jeder fünfte Euro ins Bildungssystem investiert werden. Ohne Bildung keine Zukunft - wir sind es den Kindern schuldig, in die Qualität der Bildung zu investieren.
Allein aus demografischen Aspekten darf sich Deutschland nicht leisten, Bildungsressourcen zu vergeuden. Dies verlangt nach bestmöglicher und individueller Förderung aller von Anfang an.
(c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin




