WillkommenHosgeldinizWelcomeBienvenue LinksNewsletter-AboMeine TermineSitemapSucheRSS-Feed einbindenImpressum
Presse
Themen
Dokumente
Persönliches
English
Türkçe
Kontakt
Startseite

Mehr als jede 50. Schulstunde fällt aus

04.03.2010: Berliner Zeitung

Mit Vertretungslehrern wird die Statistik geschönt von Martin Klesmann

Berlin - An Berliner Schulen mussten im vergangenen Schuljahr so viele Unterrichtsstunden vertreten werden wie seit fünf Jahren nicht mehr - insgesamt etwa 41 500 Schulstunden. Damit wurden 8,3 Prozent aller Schulstunden im Schuljahr 2008/09 vertretungsweise unterrichtet, bestätigte Bildungsstaatssekretärin Claudia Zinke nun in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Politikers Özcan Mutlu. Dies sei ein "Anstieg um 0,2 Prozent" gegenüber dem Vorjahr, so Zinke. Insgesamt standen im vergangenen Schuljahr laut Bildungsverwaltung 10,6 Prozent aller Unterrichtsstunden zur Vertretung an, doch tatsächlich fielen wie im Vorjahr nur 2,3 Prozent dieser Schulstunden wirklich aus. Von insgesamt gut 500 000 Stunden waren das etwa 11 500 Schulstunden.

Um den Vertretungsunterricht zu gewährleisten, greift die Bildungsverwaltung allerdings gerne zu Tricks. Häufig werden Stunden zusammengelegt, so dass etwa der Deutsch-Förderunterricht entfällt. Eine Stunde gilt auch als gehalten, wenn Schülern eine schriftliche Arbeit gegeben wurde. Und seit drei Jahren haben die Schulen zusätzlich drei Prozent ihres Personaletats zur Verfügung, um Aushilfslehrer aus dem Vertretungslehrer-Pool befristet einzustellen. Personalkostenbudgetierung (PKB) heißt das Konzept, das dazu führt, dass auch immer mehr nicht ausgebildete Lehrkräfte an den Schulen tätig sind. Den Negativrekord beim Unterrichtsausfall hält derzeit Spandau mit 2,9 Prozent), überdurchschnittlich viel Unterricht fällt an den Berliner Gymnasien aus (2,8 Prozent).

Protest gegen Umsetzung

Eilig werden nun mitten im Schuljahr Lehrer an andere Schulen versetzt, wo der Krankenstand noch höher ist. So ist vorgestern erst eine Mathelehrerin vom Max-Planck-Gymnasium in Mitte an eine Gesamtschule in Wedding versetzt worden. Obwohl sie an ihrem Gymnasium auch Abiturkurse unterrichtete. 350 Schüler haben sich dort bereits in Unterschriftenlisten eingetragen, um dagegen zu protestieren. "Der Senat muss deutlich mehr tun, um den Unterrichtsausfall zu reduzieren", sagte Grünen-Politiker Mutlu. Dazu gehöre eine bessere Lehrerausstattung. Außerdem solle der Einsatz von PKB-Kräften nicht erst nach 14 Tagen beginnen. Landeseltern- und Landeslehrerausschuss monierten zudem, dass Vertretungslehrer-Verträge oft ausliefen, bevor der erkrankte Lehrer wieder da sei.

Zum 1. Dezember 2009 waren nach Angaben der Bildungsverwaltung 1 432 langfristig nicht verfügbar - sie waren dauerkrank oder im Mutterschutz. Sechs dauerkranke Lehrer, die meist am Burn-Out-Syndrom leiden, sind nun in anderen Bereichen des Landesdienstes außerhalb der Schulen eingesetzt. Zinke bestätigte, dass diese Pädagogen in anderen Bereichen mit "Sekretariatsaufgaben, Justiziariatsaufgaben, Archivtätigkeiten" sowie der Betreuung besonderer EU-Projekte befasst seien. Ein studierter Lehrer sei zwar als Pädagoge, jedoch außerhalb der Schule eingesetzt.

www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/157657/157658.php

Späte Einsicht ist auch gut – KMK stoppt Schultrojaner, wir gratulieren!
07.05.2012 | (Presse) [mehr]
Neue Regelung, viel Kritik: Ganztagsbetreuung für Fünft- und Sechstklässler
10.04.2012 | Tagesspiegel (Presse) [mehr]
Putzplan aus den 90ern
26.03.2012 | Tagesspiegel (Presse) [mehr]


Banner: atom
Banner: klima
Banner: mitglied-werden
Zum SeitenbeginnDruckversion für die SeiteSeite versenden