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Die Zukunft des Projekts TanzZeit

16.05.2007: Dr. 16/10661

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

1. In welchem Maß unterstützt der Senat das Projekt TanzZeit - Zeit für Tanzen in Schulen?

Zu 1.: Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat die Konzeption und Organisation für die Pilotphase des Projektes im 1. Schulhalbjahr 2005/2006 wesentlich mitgestaltet. Das Projekt wird im Jahr 2007 finanziell mit Mitteln in Höhe von 48.000 EUR vom Regierenden Bürgermeister - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten - unterstützt.

2. Wie bewertet der Senat das Projekt TanzZeit, und sieht der Senat das Projekt TanzZeit als eine wichtige Ressource Kultureller Bildung?

Zu 2.: Die Idee des Projektes "Tanzzeit - Zeit für Tanz in Schulen" ist es, Zeitgenössischen Tanz in den Unterricht einzubeziehen, sodass Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten und jedweden kulturellen Hinter-grunds Zugang zu einer Kunstform finden, die für ihre Persönlichkeitsentwicklung eine große Rolle spielen kann.

Tanz fördert die ästhetisch-künstlerische Kompetenz, kann als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen dienen und stärkt den respektvollen Umgang miteinander.

Wie andere künstlerische Sparten leistet Tanz einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung. In diesem Sinne stärkt das Projekt TanzZeit die kreativen Kompetenzen, die für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen von großer Bedeutung sind.

In TanzZeit arbeiten professionelle Tänzerinnen und Tänzer in Schulprojekten und tragen mit ihrem Können dazu bei, den ästhetisch-kulturellen Horizont und die Gestaltungsfähigkeit junger Menschen zu erweitern.

3. An wie vielen Berliner Grundschulen wird das Projekt TanzZeit derzeit im welchem Umfang jeweils praktiziert?

Zu 3.: An 24 Grundschulen in 36 Klassen - mit jeweils 2 Wochenstunden - findet derzeit TanzZeit statt. Allerdings kann die bisherige Praxis, Tanz in den Unterrichtszeiten der Pflichtfächer Musik und Sport zu erteilen, aus schulrechtlichen Gründen nicht fortgesetzt werden. Stattdessen sind die Tanzangebote als spezielle Unterrichtseinheiten in Anlehnung an die Rahmenlehrpläne in unterschiedlichen Fächern möglich, als Wahlpflichtunterricht in der Grundschule in Zusammenarbeit mit einer Lehrkraft, im Rahmen von Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften oder in fächerübergreifenden Unterrichtsvorhaben.

4. Bis wann läuft die finanzielle Unterstützung des Projekts?

Zu 4.: Die finanzielle Unterstützung ist bis zum 31.12.2007 gesichert.

5. Ist dem Senat die große Nachfrage der Elternschaft nach Kultureller Bildung bekannt?

Zu 5.: Wie in 2 beschrieben, bietet TanzZeit wertvolle Impulse für die kulturelle Bildung und vereint in der pädagogischen Konzeption körperliche, geistige und kreative Aspekte, auf die in den Grundschuljahren verstärkt Wert gelegt wird. Zudem schafft der Tanz eine intensive Zusammengehörigkeit über soziale und kulturelle Grenzen hinweg. Die kleineren und größeren Präsentationsformate eignen sich in besonderer Weise für die Grundschulkultur.

Die erfreulich große Resonanz von TanzZeit ist darauf zurückzuführen, dass fast ausschließlich Grundschulen beteiligt sind, deren Schüler-Altersstruktur eine besondere Offenheit gegenüber dem Zeitgenössischen Tanz begünstigt und deren Elternschaft sich verstärkt engagiert.

6. Ist der Senat mit mir der Meinung, dass das Projekt TanzZeit, dass sich bundesweit sowohl in der professionellen Tanzszene als auch für alle Institutionen, die sich mit dem Thema Kulturelle Bildung beschäftigen, sehr schnell etabliert hat und auch international auf Interesse stößt, langfristig gefördert werden muss?

7. Erwägt der Senat eine langfristige finanzielle Absicherung des Projekts TanzZeit? Wenn nein, warum nicht?

Zu 6. und 7.: Ich halte eine Förderung für TanzZeit-Vorhaben im Rahmen von Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften oder speziellen Unterrichtsvorhaben für durchaus wünschenswert, sehe aber derzeit wegen der Vorrangigkeit umfangreicher, dringender Umsetzungen von schulischen Neuerungen und Maßnahmen keine Finanzierungs-Möglichkeit über den genannten Zeitpunkt hinaus.

8. Welche weiteren Projekte zur Förderung der kulturellen Bildung an Schulen unterstützt der Senat?

9. Besteht ein ressortübergreifender Dialog zwischen Kultur- und Bildungssenat, um gemeinsam Konzepte zur Förderung der Kulturellen Bildung in Berliner Schulen zu finden? Wenn ja, wie sehen diese Konzepte aus? Wenn nein, warum nicht?

Zu 8. und 9.: In intensiver Zusammenarbeit zwischen der Kultur- und der Bildungsverwaltung wird derzeit eine Bestandsaufnahme zur kulturellen Bildung fertig gestellt die in Kürze dem Abgeordnetenhaus vorgelegt werden wird.

Darüber hinaus werden ressortübergreifend Konzepte erarbeitet, um durch verstärkte Einbeziehung potenzieller Anbieter die vorhandenen Ressourcen zielgenauer einsetzen zu können.

Berlin, den 16. Mai 2007 Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 30. Mai 2007)

Die Kleine Anfrage kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Zugehörige Dateien:
ka16-10661.pdfDownload (108 kb)
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