Schülerdatenbank ist keine Antwort auf akuten Lehrermangel
Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:
Bildungssenator Jürgen Zöllner hat immer wieder versichert, dass alle Berliner Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres zu 100 Prozent mit Lehrern ausgestattet sein werden. Heute räumte er ein, dass die Realität anders aussieht. Er will aber in den nächsten drei Wochen Abhilfe schaffen. An vielen Schulen fehlen noch immer Lehrer, etliche Schulleiter melden noch unbesetzte Stellen.
Jedes Jahr das gleiche Spiel. Es sind keine Verbesserungen zu erkennen, im Gegenteil! Es scheint so, dass die Lehrerversorgung noch knapper ist als zuvor. Die Personalkostenbudgetierung ist zwar ein richtiger und überfälliger Schritt, jedoch zeigt die Realität, dass drei Prozent Vertretungsreserve zu wenig sind, um den Bedarf zu decken. Anderseits stehen gar nicht genügend LehrerInnen für Vertretungen zur Verfügung.
Die von Zöllner angekündigte Schülerdatei ist keine Lösung, um den alljährlich zum Schulstart auftretenden Lehrermangel in den Griff zu bekommen. Das schafft nur zusätzliche Bürokratie. Und schließlich hat er die 100-prozentige Ausstattung der Schulen mit Lehrpersonal nicht einmal hinbekommen, obwohl etliche SchülerInnen von ihren Eltern doppelt angemeldet worden waren!
Gut ist, dass Zöllner beschlossen hat, zwei Einstellungstermine pro Jahr einzuführen. Damit lässt sich viel flexibler auf veränderte Personalbedingungen an den Schulen eingehen.
(c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin




