Senat macht Ganztags - Chaos und Verschlechterungen vorprogrammiert
Senat macht Ganztags-Chaos, Verschlechterungen vorprogrammiert
Elfi Jantzen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, erklären:
Drei Wochen vor Ferienbeginn ist klar: Das neue Schuljahr bringt nicht, was Senator Böger mit "Berlin macht ganztags Schule" versprochen hat. Ganz im Gegenteil, in den gebundenen Ganztagsschulen werden im kommenden Schuljahr weniger ErzieherInnen für die Bildung und Förderung der Kinder am Nachmittag zur Verfügung stehen als bisher. Ob es sich dabei um einen Fehler der Senatsschulveraltung bei der Berechnung des Personalschlüssels oder um erneute Kürzungen bei der Hortverlagerung auf Druck des Finanzsenators handelt, ist irrelevant: Die Leidtragenden sind wieder die Kinder.
Das ist umso schlimmer, da im nächsten Schuljahr schon etliche Verschlechterungen anstehen: Der Personalzuschlag für behinderte Kinder wurde im Zuge der Hortverlagerung bereits halbiert. Und ab September müssen mehr SchülerInnen mit besonderem Förder- und Unterstützungsbedarf in die Schulanfangsphase integriert werden. Denn mit dem vorgezogenen Einschulungsalter von fünfeinhalb Jahren werden wesentlich mehr Kinder eingeschult und gleichzeitig wurden die 1. Klassen in Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt "Lernen" abgeschafft. Eine zusätzliche Personalausstattung gibt es dafür nicht!
So macht der Senat gute Konzepte zunichte, verschlechtert die Bildungschancen der Kinder und demotiviert Eltern und LehrerInnen. Das können und wollen wir nicht akzeptieren. Der Senat muss endlich Kitas und Grundschulen materiell und personell so ausstatten, dass die Qualität der Bildungseinrichtungen nicht verschlechtert wird und die Reformen nicht konterkariert werden!




