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Interreligiöser Dialog nötiger denn je!

Die Entscheidung des Familienministeriums, die Förderung für den Trägerverein Muslimische Jugend Deutschland e.V. einzustellen, war notwendig und richtig.

Die Entscheidung in diesem Einzelfall ist jedoch alles andere als ein Signal für den Abbruch des Dialogs mit dem Islam in Deutschland. Im Gegenteil. Dass es Einzelfälle gibt, in denen nur ein Ende von finanzieller Förderung hilft, zeigt: Der interreligiöse Dialog ist nötiger denn je - um der Integration der Muslime willen. Er findet seine Grenzen lediglich dort, wo fundamentalistische Einflüsse erkennbar und nachweisbar sind. Pauschale Verdächtigungen und ungerechtfertigtes Misstrauen dürfen nicht Maßstab unseren Handelns sein!

Die überwältigende Mehrheit der in Deutschland lebenden Muslime erkennt die Verfassungsordnung einschließlich der Prinzipien von Säkularität des Staates und Gleichberechtigung der Geschlechter an. Deshalb führt am Dialog kein Weg vorbei!

Auch die Parteien sind aufgefordert, sich an diesem Dialog beteiligen. Wegen eines Vereines diesen Dialog abzubrechen, wäre fahrlässig und schädlich. Alle sollten Abstand davon nehmen, die Stammtische bedienen zu wollen. Gerade die CDU/CSU muss nach den Tiraden der Herren Hohmann und Nitzsche besonders darauf achten, den Dialog mit Menschen aus anderen Kulturen und Religionen in Deutschland nicht abreißen zu lassen!

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