Kleinkrieg gegen das Grillen beenden!
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kommen die Grillfreunde in den Tiergarten und gleich danach der Ruf nach dem Grillverbot. Letzteres garniert mit dem Eingeständnis, dass man dieses Verbot ohnehin nicht kontrollieren könnte. Berichte aus Bezirken, wo Grillverbote erlassen worden sind, belegen dies.
Das Grillen im Tiergarten und auch an anderen Orten gehört zur multikulturellen Kultur Berlins. Verbote sind daher sinnlos und werden nicht zum Erfolg führen.
Nicht alle Griller sind absichtlich Umweltschweine. Statt mit Razzien den Versuch zu unternehmen, alle Grillfreunde zu vertreiben, sollten sie darü ber aufgeklärt werden, welchen Schaden sie anrichten, wenn sie in besonders schützenswerten Parkteilen grillen oder ihren Müll einfach liegen lassen. Ein Mittel dazu wäre ein Flugblatt, dass in mehreren Sprachen über Probleme und Handlungsmöglichkeiten informiert: Die Behälter, in denen man das Essen mitbringt, sollten auch zum Abtransport der Reste verwendet werden. Die Abfälle bringt man am besten in die Abfallbehälter zu Hause. Einen Versuch wert wäre auch die abendliche Ausgabe von Müllbeuteln, um die Grillfreunde zu Beseitigen ihrer Hinterlassenschaften zu bewegen.
Im Tiergarten kann man beobachten, dass die Papierkörbe durchaus nicht leer bleiben, wie manchmal behauptet wird. Viele Müllbeutel werden neben den überfüllten Papierkörben abgelegt. Vielleicht sollte man es dann gleich mit größeren Behältern versuchen.
Wir rufen auf, den alljährlichen Kleinkrieg um das Grillen zu unterlassen und lieber nach konkreten Lösungen für die Probleme zu suchen, die dieses beliebte Sommerhobby der Berliner mit sich bringt.




