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Zukunft der Mütterkurse

14.06.2002: Wahlversprechen einlösen!

Kleine Anfrage Nr. 15/442 des Abgeordneten Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen) über: Wahlversprechen einlösen – Zukunft der Mütterkurse absichern!

Ich frage den Senat:

1. Welche Maßnahmen hat der Senat ergriffen, um die Finanzierung der bewährten und erfolgreichen Mütterkurse in den kommenden Jahren zu gewährleisten?

2. Ist sichergestellt, dass die Mütterkurse als eine bezirksübergreifende und wichtige Maßnahme zukünftig durch Landesmittel finanziert und abgesichert werden?

3. Welche Mittel sind im Doppelhaushalt 2002/2003 für die Finanzierung der Mütterkurse veranschlagt (Titelscharf!)?

4. Ist dem Senat der Beschluss des Rates der Bürgermeister (RdB) vom 6. Januar 2000 zur Finanzierung der Mütterkurse bekannt?

5. Was hat der Senat bisher unternommen, um – wie vom RdB gefordert – einen zentralen Finanzierungspool für die Mütterkurse einzurichten?

6. Welche Konzepte zum Ausbau und Ausweitung der Mütterkurse verfolgt der Senat?

7. Wie soll das Angebot der Mütterkurse an Grundschulen konkret ausgebaut und zusätzlich an Kitas angeboten werden?

8. Wie viele Mütter haben bisher an den Mütterkursen teilgenommen, und wie sieht die Nachfrage aus (Zahl der Kursteilnehmerinnen und Anzahl der Unterrichtsstunden)?

Berlin, den 14. Juni 2002

Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 442

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.: Der Senat ist sich der Bedeutung der so genannten Mütterkurse – Kurse der Volkshochschulen für Mütter von Schulanfängern nichtdeutscher Herkunftssprache in den Schulen während der Schulzeit ihrer Kinder – bewusst und hat die Sicherung und die Ausweitung dieses äußerst erfolgreichen Modells auf weitere Schulen und in Kitas in den Richtlinien der Regierungspolitik verankert. Auf Senatsebene wurde darüber verhandelt, die Finanzierung im Rahmen des Wertausgleichs zwischen den Bezirken zu sichern. Diese Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Zu 2.: Der Senat bemüht sich um eine entsprechende Regelung ab 2004.

Zu 3.: Durch die veränderte Veranschlagung des Haushalts 2002/03 nach Ist-Ausgaben 2001 wurde sichergestellt, dass die Mittel für diese Bildungsangebote im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen.

Zu 4.: Ja.

Zu 5.: Siehe Antwort zu 1.

Zu 6.: Das Programm wurde 2000/2001 evaluiert. Neben dem direkten Ziel der Vermittlung von Sprachkenntnissen wird mit dem Programm eine Veränderung des Erziehungsverhaltens der Familien (z. B. Bereitschaft zum Kita-/Vorschulbesuch) und die Grundlage für Elternarbeit der Schulen bewirkt. Eine Ausweitung auf die Kitas wird angestrebt.

Zu 7.: Der Senat hat die Absicht, das Angebot auszudehnen. Einzelheiten werden zurzeit geklärt.

Zu 8.: Im Jahr 2001 haben an dem Programm 4 501 Frauen teilgenommen. Es wurden in diesem Zeitraum 39 103 Unterrichtsstunden in 293 Kursen erteilt. Die Nachfrage ist so hoch, dass teilweise Wartelisten angelegt werden müssen.

Berlin, den 26. Juni 2002

Klaus Böger Senator für Bildung, Jugend und Sport

Hier können Sie die Kleine-Anfrage herunterladen:

Zugehörige Dateien:
k150442.pdfDownload (81 kb)
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