Anlässlich des heutigen Integrationsgipfels der Bundesregierung erklären Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugend und Ausbildung, und Özcan Mutlu, Sprecher für Bildungspolitik
Permanentes Gipfeln bringt uns nicht weiter. Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte haben nach wie vor deutlich schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt als deutsche Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Das zeigte ein erst kürzlich veröffentlichter Bericht der Bundesregierung über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland Wir haben an dieser Stelle kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Handlungsdefizit.
Wir brauchen gezielte Investitionen in die schulische Bildung, damit Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in der Bildung frühestmöglich gewährleistet werden. Hierfür muss dringend das Kooperationsverbot abgeschafft werden, damit die Länder mit der notwendigen finanziellen Last nicht alleine gelassen werden. Außerdem müssen die zahllosen und oft wirkungslosen Maßnahmen des Übergangsbereichs endlich effizienter gestaltet werden. Davon würden insbesondere Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte profitieren. Alle Jugendliche – egal welcher Herkunft – haben das Recht auf eine gute Ausbildung. Wir fordern deshalb eine Ausbildungsgarantie, die allen jungen Menschen den Weg in die berufliche Zukunft und damit echte Lebensperspektiven eröffnet.

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